11 Bilder die beweisen, dass man einem Menschen Depressionen nicht ansehen kann.

„Das ist ja echt deprimierend.“ Oder: „Davon kriege ich Depressionen.“ Sätze, die viele von uns im Alltag von sich geben. Doch während man damit eher eine vorübergehende Verstimmung meint, erleben Millionen von Menschen täglich, was eine chronische Depression wirklich bedeutet. Nämlich keineswegs einfach nur schlechte Laune; sondern immer wieder das Fallen in ein tiefes Loch, lähmende Antriebslosigkeit, das Gefühl, vollkommen wertlos zu sein, bis hin zu der Überzeugung, dass es keinen Weg aus der Verzweiflung mehr gibt außer dem Selbstmord. 

Doch kann man einem Menschen seine suizidalen Gedanken immer ansehen? Keineswegs. Unter dem Hashtag  #facesofdepression lüften Betroffene und Hinterbliebene in den sozialen Medien die Maske, die sie tragen, um ihr Leiden vor der Außenwelt zu verstecken. 

"Dieses Foto wurde 7 Stunden aufgenommen, bevor ich zum dritten Mal versucht habe, mir das Leben zu nehmen. Ich wusste am Morgen noch nicht, dass ich versuchen würde, mich umzubringen. Eine Borderline-Störung zu haben bedeutet, dass ich innerhalb von Sekunden mit dem kleinsten Auslöser in eine suizidale Stimmung komme. Selbstmordgefährdet zu sein kann auch bedeuten, Kurzschlussentscheidungen zu treffen, während dein Sohn schläft und dein dich liebender Partner dir nur Stunden zuvor einen Gutenachtkuss gegeben hat." 

„So sieht Depression aus. Das ist kurz bevor wir unseren geliebten Sohn Luke verloren haben. Es ist eine ernstzunehmende Krankheit.“

„Mein 'Depressionsgesicht'. Und: Ja, es ist möglich, ein Kind zu haben und depressiv zu sein. Zu hören: 'Du hast ja keinen Grund, depressiv zu sein mit der Kleinen um dich', macht es noch schlimmer.“

„Das ist mein Freund, zwei Wochen bevor er sich aufgehängt hat. Ich werde es nie verstehen.“ 

„Ich habe eine bipolare Störung (mit einer schweren depressiven Seite). Ich stehe auf, trage Make-up auf, ziehe ein lustiges Kleid an und währenddessen kämpfe ich mit Depressionen, Angstzuständen und manchmal Selbstmordgedanken.“

„Das ist mein Sohn, kurz bevor er auf seinem Computer gegoogelt hat, wie man sich am besten aufhängt. Zwei Tage später hat er es in die Tat umgesetzt.“

„Manchmal muss man ein Pokergesicht tragen, um Menschen zu zeigen, dass man nicht depressiv ist. Zum Großteil, weil sie immer fragen, warum. Die Sache ist die: Es gibt nicht immer einen Grund.“

„Meine Tochter. Die Nacht, bevor sie im Krankenhaus gelandet ist, war sie mit ihrem Papa beim Vater-Tochter-Tanz und hatte eine tolle Zeit. Zum Glück lebt sie heute noch und lernt mit ihrer Krankheit umzugehen. Sie war damals 8.“

Der Selbstmord des "Linkin Park"-Frontsängers Chester Bennington im Juli dieses Jahres hat nicht nur seine Fans geschockt. Dieses Bild hat seine hinterbliebene Witwe Talinda nach dem Tod des Musikers veröffentlicht, der zeitlebens an schweren Depressionen litt: „Das war vier Tage, bevor sich mein Ehemann das Leben genommen hat. Die Selbstmordgedanken waren schon da, aber man würde es niemals vermuten.“

„Das ist Depression in unserem Zuhause. Ich habe versucht, mich auf dem Dachboden zu erhängen, als der Balken durchgebrochen ist, wodurch meine Familie alarmiert wurde. Ich kämpfe jeden Tag.“

Allein in Deutschland leiden über 5 Millionen Menschen an behandlungsbedürftigen Depressionen. Der Großteil der 10.000 jährlich hierzulande begangenen Suizide lässt sich darauf zurückführen. Die Tatsache, dass diese schwerwiegende psychische Erkrankung eben kein erkennbares Gesicht hat, trägt dazu bei, dass eine Depression oft als Krankheit gar nicht ernst genommen oder sogar als selbstverschuldete Schwäche abgetan wird. Damit Betroffene sich trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen (z.B. in Form von Psychotherapie und Medikamenten), ist es umso wichtiger, das Stigma und Tabu, das mit dem Thema einhergeht, zu brechen. 

Auf der Seite der Stiftung Deutsche Depressionshilfe findet man eine Auflistung von Krisendiensten und Beratungsstellen. 

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