10 Akne-Mythen, die zu viele Menschen glauben

Obwohl Akne gerade (aber nicht nur) unter Jugendlichen sehr weit verbreitet ist, kursieren über diese Entzündung viele Vorurteile, die den Betroffenen das Leben zusätzlich schwer machen, weil sie ihnen zum Beispiel suggerieren, an ihrer Krankheit selbst schuld zu sein. Doch lass dich davon nicht verrückt machen! Die 10 häufigsten Akne-Mythen findest du in diesem Artikel. 

Worst picture of me ever?

1.) Akne ist ein Zeichen dafür, dass sich jemand zu wenig wäscht.

Akne ist keine Frage von verschmutzter Haut, sondern ein hormonelles Problem. Allerdings kann man mit der richtigen Pflege etwas dafür tun, dass die Akne nicht schlimmer wird. Weil die Haut bereits fettig ist, sollte man auf ölhaltige bzw. fettende Produkte verzichten. Statt Seife sollte man Waschgels und Syndets (synthetic detergents) verwenden, die pH-neutral sind.

2010-01-24

2.) Akne wird durch zu viel Make-up hervorgerufen.

Die Ursache für Akne ist auch nicht zu viel Make-up. Es ist allerdings korrekt, dass man sein Make-up bei Akne sehr sorgfältig auswählen und die Haut insgesamt gut pflegen muss, damit sie nicht zusätzlich gereizt wird. Außerdem ist es sinnvoll, ihr ab und zu eine Make-up-Pause zu gönnen. Man muss es ja nicht gleich so drastisch machen wie die Frau in diesem Artikel. 

 
 
 
 
 
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3.) Akne ist ein Teenie-Problem.

Leider ist Akne kein reines Teenager-Problem, auch wenn sie in der Pubertät zum ersten Mal auftritt, wenn der Körper bei Mädchen und Jungen anfängt, männliche Sexualhormone zu produzieren. Auch ca. 20 Prozent der Erwachsenen leiden unter Akne, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

2009-08-07

4.) Akne und Pickel sind das Gleiche.

Nicht jeder, der mal einen Pickel hat, hat auch Akne. Einzelne Pickel können zum Beispiel entstehen, wenn man ein Pflegeprodukt nicht verträgt oder Stress hat. Akne ist eine Hautkrankheit, die in unterschiedlichen Schweregraden auftritt, hormonell bedingt ist und mit dauerhaft fettiger Haut, einer Überproduktion der Talgdrüsen, starker Pickelbildung und Entzündungen bis hin zur Entstehung von Knötchen einhergeht.

Welcome to Mount Pimple

5.) Akne ist ansteckend.

Akne wird zwar durch Bakterien hervorgerufen, aber diese sind nicht ansteckend. Trotzdem ist es bei Akne sinnvoll, die Handtücher häufig zu wechseln und sie nicht mit anderen zu teilen, um die Haut vor zusätzlichen Verschmutzungen zu schützen.

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6.) Akne kommt von ungesunder Ernährung.

Dass jemand Akne hat, ist kein Anzeichen dafür, dass er sich zu fettig bzw. ungesund ernährt. Es gibt auch keine regelrechte „Akne-Diät“, allerdings wird Betroffenen empfohlen, sich ausgewogen zu ernähren. Außerdem sollen sie entzündungsfördernde Lebensmittel wie beispielsweise Milch und Schweinefleisch meiden und dafür auf entzündungshemmende Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Gemüse setzen.

Wendy's Fast Food

7.) Man kann Pickel ausdrücken, damit sie schneller verschwinden.

Einen Pickel mit Gewalt auszudrücken, damit er schneller verschwindet, ist keine gute Idee, denn auf diese Weise gelangt sein Inhalt in das umliegende Gewebe und ruft weitere Entzündungen und Pickel hervor. Außerdem entstehen so Narben.

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8.) Zahnpasta hilft bei Pickeln.

Zahnpasta ist auch keine effektive Methode, um Pickel zu bekämpfen. Zwar trocknet sie den Pickel aus, aber sie schließt ihn zugleich ein, sodass er sich nicht von allein entleeren kann. Außerdem reizen ihre Inhaltsstoffe wie Menthol die Haut zusätzlich.

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9.) Peelings sind schädlich bei Akne.

Von Peelings ist bei Akne nicht grundsätzlich abzuraten, sondern nur, wenn die Haut entzündet ist. Ansonsten sind Peelings ein gutes Hilfsmittel, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen, die sonst die Poren verstopfen und Pickel hervorrufen würden.

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10.) Die Pille ist für Frauen das beste Akne-Gegenmittel.

Die Antibabypille kann zwar bei Akne helfen, da durch sie weniger männliche Hormone produziert werden, allerdings sollte man bedenken, dass es sich bei ihr nicht um ein Drogerieprodukt handelt, sondern um ein Medikament, das auch Nebenwirkungen hat.

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Der bedenklichste Irrglaube in den Köpfen der Betroffenen selbst ist, dass es sich bei Akne „nur“ um ein kosmetisches Problem handele, mit dem sie allein zurechtkommen müssten. Dabei bringt es viel, wenn man sich bei Akne frühzeitig ärztliche Hilfe holt, da man so beispielsweise die Entstehung von Narben verhindern kann. Auf alle Fälle ist Akne kein Grund zu verzweifeln.

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