10 Dinge, die man nie über sein Kind sagen sollte

Es ist nicht nur wichtig, wie wir mit unseren Kindern reden, sondern auch, wie wir mit anderen über sie reden. Die folgenden 10 Negativbeispiele zeigen, dass Eltern öfter, als es ihnen bewusst ist, ungewollt abschätzig über ihre Kinder reden.

Das wird vor allem zum Problem, wenn die Kinder in Hörweite sind und mitkriegen, wie man sich lang und breit über ihre Probleme und „Unzulänglichkeiten“ auslässt. Aber es hat auch einen Effekt auf die Eltern selbst: Wenn sie immer nur um das Negative kreisen, verlieren sie den unvoreingenommenen Blick für ihr Kind und verlernen, sich über es zu freuen.

Gossip

1.) „Wenn unser erstes Kind so anstrengend gewesen wäre, dann hätten wir kein zweites bekommen.“

Aussagen wie „Wenn der Kleine unser Erstgeborener gewesen wäre, hätten wir uns kein zweites Kind angetan“ sind ein absolutes No-Go, auch wenn man es vermeintlich im Scherz sagt. Denn die Botschaft, die beim Kind im schlimmsten Fall ankommt, ist, dass man es nicht so liebt, wie es ist, und dass man wünschte, es wäre nie geboren.

Tantrum

2.) „Wenn ich das jedes Mal ernst nehmen würde, wenn er Theater macht ...“

Sicher gibt es Situationen, in denen es sinnvoll ist, einen Wutanfall des Kindes erst mal abzuwarten. Aber man sollte nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass das Kind sich unberechtigt aufregt oder unglücklich ist – egal, wie lautstark sich das äußert.

scream and shout

3.) „Es fällt ihr so schwer, Kontakt mit anderen Kindern zu knüpfen.“

Selbst harmlose Aussagen wie „Sie ist so schüchtern“ oder „Er kann überhaupt nicht Fußball spielen“ sind weit mehr als einfache Feststellungen, sondern können zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen werden. Denn Kinder nehmen das, was die Erwachsenen über sie sagen, als absolute Wahrheit an und verhalten sich erwartungsgemäß bzw. trauen sich dann bestimmte Dinge nicht mehr zu.

Shy but giggling

4.) „Manchmal könnte man glauben, er wäre adoptiert. Sein Vater und ich waren als Kinder ganz anders.“

Ein Spruch wie „Man könnte glauben, er wäre adoptiert“ ist völlig jenseits von Gut und Böse, weil er dem Kind das Gefühl gibt, dass es ungewollt ist. 

vinnie is his mother's child

5.) „Sein großer Bruder konnte schon mit 10 Monaten laufen.“

Man sollte sich unbedingt damit zurückhalten, seine Kinder zu vergleichen, auch wenn es noch so schwerfällt. Zum einen schürt das Vergleichen die Konkurrenz zwischen den Geschwistern, zum anderen übersieht man so, was jedes einzelne Kind ausmacht.

Toddler with ball

6.) „Schön, dass er überhaupt malt. Auch wenn es nur Gekrakel ist.“

Der effektivste Weg, um seinem Kind die Freude an etwas zu vermiesen, ist, es dafür zu loben und im gleichen Atemzug zu kritisieren.

Toddler Art

7.) „Sie war ein Schreibaby und auch jetzt ist sie noch die Anstrengende von den beiden.“

Niemand kann etwas dafür, dass er ein Schreibaby war oder dass seine Geburt 20 Stunden gedauert hat. Abgesehen davon sollte man sich davor hüten, verallgemeinernde Aussagen über seine Kinder zu machen à la „Immer bist du ...“

Toddlers sleep anywhere

8.) „Seine Mutter ist wieder frisch verliebt. Da wird sie ihn sicher öfter zu mir abschieben.“

Egal, wie verletzt man ist und wie negativ die Gefühle dem Ex-Partner gegenüber sind – bei einer Trennung sollte man besonders rücksichtsvoll gegenüber dem Kind sein, damit es nicht das Gefühl bekommt, weniger geliebt zu werden.

drinking

9.) „Es macht nichts, dass etwas mehr an ihr dran ist. Sie muss ja keine Ballerina werden.“

Eltern sollten sich ganz grundsätzlich mit überflüssigen Bemerkungen und Kritik am Körper oder an der Frisur ihrer Kinder zurückhalten. Die Kinder sollten selbst herausfinden, was sie können, was ihnen Spaß macht und welche Frisur ihnen überhaupt nicht steht. Schließlich durften die Eltern diese Erfahrungen meist auch machen.

Mother & Daughter

10.) „Ich will gar nicht wissen, wie die Pubertät wird, wenn sie jetzt schon so anstrengend ist.“

Ab und zu sollte man sich als Eltern vergegenwärtigen, dass Kinder das Recht darauf haben, anstrengend zu sein bzw. nicht zu „funktionieren“, wie die Eltern es gern hätten. Umgekehrt empfinden Kinder ihre Eltern mit Sicherheit auch als anstrengend. 

Adolescence.

Elternsein ist verunsichernd – kein Wunder also, dass man den Austausch mit anderen Eltern sucht, um zu erfahren, ob es ihnen ähnlich geht bzw. wie sie mit Problemen umgehen. Bei aller Besorgtheit sollte man aber auf eine gewisse Ausgewogenheit achten und auch von den Dingen erzählen, die schön sind und gut laufen.

Welche Sätze du deinem Kind gegenüber außerdem nie verwenden solltest, erfährst du in diesem Artikel.

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