12 Symptome, bei denen wir das Schlimmste befürchten.

Schmerzen in der Brust, Hautveränderungen oder ein unerwartet auftretender Schwindel nach dem Aufstehen – wenn es plötzlich ungewöhnlich zieht und schmerzt, denken viele von uns sofort an schlimme Krankheiten und befragen das Internet zu ihren Symptomen. Dabei bekommen sie für die unterschiedlichen Signale ihres Körpers häufig die haarsträubendsten Diagnosen. Zum Glück hat das Internet aber auch nicht immer recht und die meisten unheimlich wirkenden Symptome stellen sich als etwas ganz Harmloses heraus.

Genau wie die folgenden 12 Symptome, die die meisten von uns in Alarmbereitschaft versetzen, obwohl sie in der Regel völlig ungefährlich sind.

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1.) Beulen unter der Haut

Beulen unter der Haut, die wachsen und immer größer werden, sind sicherlich erst einmal angsteinflößend und die meisten würden zunächst an einen Tumor denken. Doch häufig handelt es sich nur um Lipome, also gutartige Fettgeschwülste im Unterhautfettgewebe. Sie treten oftmals bei Menschen ab dem 40. Lebensjahr auf und befinden sich an Rücken, Hals, Kopf oder den Schultern. Dabei können sie bis auf Faustgröße heranwachsen, sind aber nur selten bösartig und müssen auch nicht entfernt werden, solange sie keine Probleme oder Schmerzen bereiten. Denn nach der Entfernung kann man sich nie sicher sein, dass man die unschönen Knubbel ein für alle mal los ist. Häufig bilden sie sich nämlich an anderer Stelle wieder aus.

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2.) Vertikale Rillen in Fingernägeln

Längsrillen auf den Fingernägeln sind vergleichbar mit Falten im Gesicht. Viele Menschen denken bei ihnen an einen Nährstoffmangel oder schwerwiegende Erkrankungen, sie sind jedoch oftmals einfach nur ein Zeichen für den Alterungsprozess und völlig ungefährlich. Es handelt sich bei ihnen um eine altersbedingte Brüchigkeit der Nägel. Zum Arzt solltest du aber dann gehen, wenn deine Nägel verfärbt oder deformiert sind oder die Rillen quer verlaufen.

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3.) Muskelzucken

Jeder kennt wohl das Gefühl, wenn die Muskeln plötzlich zucken. Es fühlt sich etwas komisch und beängstigend an, bedeutet aber in den meisten Fällen nicht, dass man unter einer schwerwiegenden Krankheit, wie z.B. ALS (amyotrophe Lateralsklerose) leidet. Denn häufig stecken ganz harmlose Gründe hinter dem Muskelzucken, wie psychische Anspannung, eine Überanstrengung der Muskeln oder einfach eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. 

4.) Blutunterlaufene Augen

Wenn du in den Spiegel schaust und ein blutunterlaufenes Auge zu Gesicht bekommst, ist das kein Grund, gleich in Panik zu verfallen. Du wirst nicht blind, keine Sorge. Es handelt sich lediglich um ein geplatztes Äderchen, weil du dir womöglich in den Augen gerieben oder stark geniest hast. Auch müde Augen oder Anspannung können dafür verantwortlich sein. Das Beste, was du in dem Fall tun kannst, ist, deine Augen zu schonen und durch spezielle Übungen zu entspannen. Sollte es allerdings häufiger vorkommen oder dein Auge komplett rot sein, hilft es sicher, es von einem Arzt beurteilen zu lassen.

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5.) Zittrigkeit

Bei einem plötzlich auftretenden Zittern der Hände denken die meisten zweifelsohne zuerst an Parkinson. Doch der Grund für diese Zittrigkeit ist oftmals viel harmloser und es steckt keine schwere Krankheit dahinter. Es kann sein, dass du den Tag über einfach zu wenig gegessen hast oder gestresst und angespannt bist. Aber auch ein Jod- oder Vitamin-B12-Mangel kann der Grund für das Zittern sein. Wenn es sich nach dem Essen oder einer Ruhepause nicht wieder legt, kannst du von einem Arzt deinen Elektrolythaushalt überprüfen lassen.

6.) Mücken vor den Augen

Viele Menschen kennen sie oder werden sie eines Tages kennenlernen: die kleinen schwarzen Punkte, Fädchen, Flusen oder „Mücken“ vor dem Auge, die nur man selbst sehen kann. Sie tauchen oft ganz unerwartet beim Lesen oder dem Blick auf den weißen Computerbildschirm auf.
Das wirkt sicherlich im ersten Moment bedrohlich, aber es gibt keinen Grund zur Sorge. Bei diesen „fliegenden“ Flusen handelt sich um altersbedingte Glaskörpertrübungen im Auge, die zum Leben dazugehören wie Altersflecken auf der Haut. Sie sind zwar lästig, aber absolut ungefährlich. Wenn du dir dennoch unsicher bist, lass dein Auge von einem Augenarzt untersuchen.

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7.) Krämpfe

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung bedeuten Muskelkrämpfe nicht immer gleich eine ernste Krankheit, wie beispielsweise Multiple Sklerose. Der häufigste Grund ist eine Dehydration. Bei Flüssigkeitsmangel fangen deine Muskeln an, sich sporadisch zusammenzuziehen, um dir ein Signal zu geben, dass du nicht genug getrunken hast. Aber auch eine Überanstrengung oder starker Alkoholkonsum können zu Krämpfen in den Muskeln führen. Wenn es nur ab und an geschieht, brauchst du dir in der Regel deshalb keine Sorgen zu machen.

8.) Knackende Gelenke

Wenn Gelenke knacken, ist das kein Zeichen, dass man alt wird oder die Gelenke kaputt sind – auch wenn es auf den ersten Blick beunruhigend erscheint. Tatsächlich stecken häufig weder Arthritis noch ein Knorpelschwund dahinter, sondern einfach nur Luft. Warum die Gelenke bei einigen Menschen permanent knacken, ist allerdings noch nicht eindeutig geklärt. Doch Ärzte sind sich darüber einig, dass es harmlos ist, solange keine weiteren Beschwerden oder Schmerzen hinzukommen. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen und kannst mit Bewegung versuchen, dem Knacken entgegenzuwirken. 

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9.) Vergesslichkeit

Probleme mit der Erinnerung haben wirklich viele Menschen, was freilich nicht sofort auf eine Alzheimer-Erkrankung hindeutet. Es gibt verschiedene Gründe, die dafür verantwortlich sein können, dass wir uns einige Dinge einfach nicht merken können. So z.B. Stress, Hektik, Müdigkeit oder auch ein zu hoher Alkoholkonsum. Einzig, wenn du den Verwendungszweck alltäglicher Dinge vergisst oder dich nicht mehr daran erinnern kannst, was du noch vor ein paar Minuten getan hast, solltest du einen Arzt zu Rate ziehen. Ansonsten helfen Ruhe oder Übungen, um die Gedächtnisleistung zu verbessern.

10.) Hautauswüchse

Die Haut ist das größte und funktionell vielseitigste Organ des Menschen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass auch in ihrem Bereich einige beunruhigende Symptome auftreten können. Ein Beispiel dafür sind weiche Hautauswüchse, die Fibrome oder auch Stielwarzen genannt werden. Diese sind allerdings kein Zeichen von Hautkrebs, wie viele vielleicht vermuten würden. Es handelt sich bei ihnen um gutartige Geschwülste, die meist im Bereich des Nackens, der Augen und der Achseln auf trockener Haut entstehen. Doch auch wenn sie wirklich unschön aussehen, sind sie absolut ungefährlich. Der Hautarzt kann sie ganz leicht entfernen, wenn du dich an ihrem Anblick störst. 

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11.) Schwindel nach dem Sitzen

Wem schwindelig wird, sobald er nach längerem Sitzen aufsteht, braucht nicht gleich beunruhigt zu sein. Bei einer raschen Änderung der Körperposition kann es zu einem Blutdruckabfall kommen, was nicht nur Schwindel, sondern auch das Sehen von „Sternen“ oder ein Flackern zur Folge haben kann. Sollte dir nach dem Aufstehen schwindlig werden, hilft es, für einige Sekunden still zu stehen und die Symptome verschwinden von ganz allein wieder.

12.) Schmerzen in der Brust

Das Erste, was den meisten bei Schmerzen in der Brust wohl in den Kopf schießt, ist der Gedanke an einen Herzinfarkt. Glücklicherweise ist das besonders bei jungen Menschen oder solchen ohne bekannte Risikoerkrankungen aber nicht die Ursache. Sodbrennen, Stress, Angstzustände oder eine verspannte Muskulatur sind häufig der eigentliche Grund für die plötzlich auftretenden Schmerzen. Wenn der Schmerz allerdings nach kurzer Zeit nicht abklingt, kann ein Besuch beim Arzt nicht schaden. Sollten Symptome wie Atemnot oder Übelkeit hinzukommen und die Schmerzen in die Arme, den Nacken oder Rücken ausstrahlen, muss umgehend ein Notarzt verständigt werden! Denn in diesem Fall handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich um einen Herzinfarkt und dann zählt jede Minute. 

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Das Wichtigste ist in jedem Fall aber, sich nicht verrückt zu machen. Auch wenn das manchmal leichter gesagt ist, als getan. Bevor du anfängst, wie wild im Internet nach den Symptomen zu suchen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Er kann immer noch am besten beurteilen, was dir genau fehlt oder eben nicht.

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