10 Anzeichen, dass du dein Kind übermutterst

Sein Kind bedingungslos zu lieben und stets beschützen zu wollen, ist ein ganz normales Gefühl, das mit dem Elternsein Hand in Hand geht. Doch wer sein Kind durch seine Liebe und Fürsorge geradezu einengt, fügt ihm mehr Schaden zu, als er denkt. Denn durch das permanente Beschützen und Bewachen wird es unselbstständig und kann weder problemlos soziale Kontakte aufbauen noch altersangemessen mit Konflikten umgehen. Ob du also dein Kind übermutterst und ihm so unbewusst schadest, erfährst du in diesem Artikel anhand von 10 typischen Situationen.

1.) Du versuchst, das Leben deines Kindes so gut es geht zu vereinfachen

Selbst wenn die Schule nur wenige Gehminuten von zu Hause entfernt ist, fährst du dein Kind – egal, wie alt es ist – dennoch mit dem Auto dorthin, um auf Nummer sicher zu gehen, dass es auch unversehrt ankommt. Auch Erledigungen und Verpflichtungen werden von dir übernommen, damit dein Nachwuchs sich voll und ganz auf seine schulischen Leistungen fokussieren kann. Bei jedem noch so kleinen Hindernis bist du also stets zur Stelle und erleichterst deinem Kind das Leben, so gut es nur geht.

Kids in car

2.) Du hast dein Kind stets im Blick, wenn es draußen spielt

Die Außenwelt stellt in deinen Augen eine riesige Gefahr dar. Sollte dein Kind also mal draußen vor dem Haus spielen, schaust du im Minutentakt aus dem Fenster, um zu kontrollieren, dass es ihm auch wirklich noch gut geht. Sollte dein Kind einmal stürzen oder sich anderweitig verletzen, stehst du sofort mit einem Verbandskasten parat.

Kids playing outside on Thanksgiving

3.) Du musst immer ganz genau wissen, wo und mit wem dein Kind unterwegs ist

Gerade wenn dein Kind das Teenageralter erreicht, willst du immer genau wissen, wo und mit wem es unterwegs ist. Und um auf Nummer sicher zu gehen, dass dein Kind auch da ist, wo es zu sein behauptet, besitzt du natürlich einen GPS-Tracker, mit dem du den aktuellen Standort deines Kindes einsehen kannst. Denn man weiß ja nie, wann das einmal nützlich sein könnte.

Teenagers

4.) Du bügelst jeden Fehler deines Kindes selbst aus

Statt dein Kind aus seinen Fehlern lernen und die Konsequenzen tragen zu lassen, nimmst du das lieber selbst in die Hand. Hat es z.B. aus Versehen beim Spielen das Eigentum deiner Nachbarn zerstört, gehst du schnurstracks zu ihnen hinüber und entschuldigst dich, während dein Kind zu Hause in aller Seelenruhe fernsieht.

Conversation

5.) Du strukturierst die Freizeit deines Kindes bis ins kleinste Detail

Dein Kind kann nicht einfach das machen, was ihm Spaß bereitet – dafür ist keine Zeit! Denn du hast seine gesamte Freizeit bereits bis ins kleinste Detail durchstrukturiert. Nach der Schule werden die Hausaufgaben gemacht, ein Instrument und eine neue Fremdsprache gelernt sowie in einem Mannschaftssport mitgespielt. Jede einzelne Aktivität wurde jedoch einzig und allein von dir ausgesucht.

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6.) Du hilfst wirklich immer bei den Hausaufgaben

Die Hausaufgaben dürfen niemals allein erledigt werden – denn sonst könnten sich Fehler einschleichen. Daher sitzt du dabei stets neben deinem Kind und hilfst, wo es nur geht. Am Ende überprüfst du noch einmal, ob alles richtig ist und achtest genauestens darauf, dass es sauber und leserlich geschrieben wurde. Ist dem nicht so, wird das Geschriebene so lange ausgebessert, bis du es für angemessen hältst.

Doing homework

7.) Du inspizierst jedes Spielzeug vor jedem Kauf

Spontan das Spielzeug kaufen, das deinem Kind im Geschäft gefällt? Undenkbar! Vorher musst du es genauestens inspizieren, auf mögliche Gefahren überprüfen und Rezensionen im Internet nachlesen. Erst wenn es einen pädagogisch wertvollen Zweck erfüllt und vollkommen ungefährlich ist, darf es in den Einkaufswagen gelegt werden. Verwandte und Freunde bekommen zudem eine Liste an Spielsachen, die zu Weihnachten oder zum Geburtstag geschenkt werden dürfen.

Play date with Rosie

8.) Du planst die Laufbahn deines Kindes haargenau

Obwohl dein Kind noch nicht einmal im Kindergarten ist, weißt du schon ganz genau, was aus deinem Sonnenschein einmal werden soll. Von da an tust du alles in deiner Macht Stehende, damit dein Kind das von dir gewünschte Ziel erreicht – unabhängig davon, ob es überhaupt das ist, was es tatsächlich will.

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9.) Du hast für jeden Notfall etwas in der Tasche

Wann immer du mit deinem Kind unterwegs bist, hast du eine riesige Tasche dabei, um für jede Situation und jeden möglichen Notfall gewappnet zu sein. Egal, ob Desinfektionsgel für schmutzige Hände, eine Haarbürste gegen Knötchen im Haar oder gesunde Snacks für zwischendurch: Dein Kind bekommt immer genau das, was es in dem Moment gerade braucht.

In my bag

10.) Dein Leben wäre ohne ein Kind komplett inhaltslos

An sich ist es natürlich lobenswert, wenn das Kind im Mittelpunkt deines Lebens steht. Doch wenn dein eigenes Leben ohne dein Kind komplett inhaltslos wäre, geht die Liebe eindeutig zu weit. Denn eine Mutter ist nicht nur Mutter, sondern auch eine individuelle Person, die sich nie selbst vernachlässigen sollte.

Bored!

Der Grad zwischen angemessener Fürsorge und bedenklicher Übermutterung ist schmal. Wichtig ist es daher, einen gesunden Mittelweg zu finden und nicht in ein Extrem zu verfallen. Denn wer sein Kind permanent bewacht und beschützt, nimmt ihm nicht nur seine Fehltritte ab, sondern beraubt es auch seiner eigenen Erfolgserlebnisse.

Um das Ausmaß dieser Verhaltensweise genauer zu verdeutlichen, erfährst du hier noch 6 Eigenschaften von Erwachsenen, die als Kind zu sehr verwöhnt wurden.

Quelle:

gofeminin

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