8 Erkrankungen, die sich bei Mann und Frau unterscheiden

Frauen werden im Durchschnitt etwa 5 Jahre älter als Männer. Das hat zum einen mit ihren gesellschaftlich eingeübten Verhaltensmustern zu tun. Denn Frauen achten oftmals besser auf ihre Gesundheit und gehen bei Beschwerden früher zum Arzt. Aber es spielen auch – und das sogar hauptsächlich – die biologischen Faktoren eine Rolle. So gibt es einige Krankheiten, die sich bei Männern und Frauen anders äußern und sie teilweise sogar unterschiedlich beeinflussen. Vor allem bei den folgenden 8 Erkrankungen können signifikante Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern festgestellt werden, weshalb bei der Führerkennung besondere Vorsicht geboten ist.

1.) Akne

Egal, ob in der Pubertät oder im Erwachsenenalter: Männlein und Weiblein können gleichermaßen an Akne erkranken. Allerdings leiden Mädchen und Frauen meist stärker unter den entzündeten Hautunreinheiten als Jungen und Männer. Gerade während der Periode oder Menopause gerät der Hormonhaushalt stark aus dem Gleichgewicht, sodass sich die Akne weiter verschlimmert. Durchschnittlich dauert der Heilungsprozess jedoch bei Jungen und Männern länger, da sie von Natur aus mehr Talg produzieren. Mehr zum Thema Akne erfährst du in diesem Artikel.

Acne

2.) Haarverlust

Haarverlust zählt zwar nicht direkt als eine Erkrankung, allerdings ist sie für viele Betroffene ähnlich belastend. Darunter leiden vor allem Männer, bei denen der Haaransatz immer weiter zurückgeht – bis zu dem Punkt, an dem sich kahle Stellen bilden. Grund dafür ist das Hormon Testosteron, welches im Körper mithilfe eines Enzyms zu Dihydrotestosteron umgewandelt wird und dafür sorgt, dass das Haar immer kürzer und dünner wird, bis es letztendlich ausfällt. Zudem beginnt der Haarverlust bei vielen Männern bereits in ihren 20ern, während er bei Frauen zumeist nicht vor dem 50. Lebensjahr einsetzt. Bei ihnen werden jedoch die Gene oder medizinische Vorerkrankungen als Auslöser vermutet.

A touchy subject

3.) Blasenentzündung

Blasenentzündungen und andere Harnwegsinfektionen treten deutlich häufiger bei Frauen auf. Das liegt daran, dass die Harnröhre der Frau kürzer ist und die Bakterien so eine kürzere Strecke zurücklegen müssen, um eine Infektion auszulösen. Bei Männern verläuft die Erkrankung jedoch weitaus komplizierter, da sie oftmals nicht durch Bakterien verursacht wird, sondern einer Blockierung des Harnstrahls zugrunde liegt.

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4.) Depressionen

Statistisch gesehen leiden Frauen häufiger an Depressionen als Männer. Kein Wunder: Immerhin erleben sie im Alltag auch schwierige Situationen, mit denen sich Männer in der Regel nicht auseinandersetzen müssen – wie Einkommensungleichheit oder einen untergeordneten Sozialstatus. Zudem können Frauen an anderen Arten von Depressionen erkranken, die Männer niemals durchleben werden. Dazu gehört die Schwangerschaftsdepression oder das Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS.

Depressed Face

5.) Schlaganfall

In Deutschland sterben jährlich 65 Frauen je 100.000 Einwohner an einem Schlaganfall. Bei den Männern sind es hingegen sogar 75. Doch während Männer und Frauen die typischen Symptome wie Taubheitsgefühle, Lähmungen sowie Sprach- und Sehstörungen aufweisen, so können bei Frauen auch untypische Symptome wie Atemnot, Halluzinationen oder hartnäckiger Schluckauf auf einen bevorstehenden Schlaganfall hinweisen. Daher sollten sie besonders Acht geben und bei länger anhaltenden Beschwerden auf jeden Fall den Notruf wählen.

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6.) Herzinfarkt

Ähnlich wie bei einem Schlaganfall verhält es sich bei einem Herzinfarkt. Zwar können beide Geschlechter zuvor starke Schmerzen im Brustraum verspüren, allerdings treten die Schmerzen bei Frauen oftmals eher im Oberbauch auf. Auch Atemnot, Schwindel und Ohnmacht können hinzukommen. Durch die eher untypischen Symptome ist es für eine Frau meist schwieriger, ernsthafte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Daher sollte auch bei den genannten Beschwerden nicht gezögert werden, den Notarzt zu rufen.

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7.) Multiple Sklerose

Mehr als 70 % aller Multiple-Sklerose-Patienten sind Frauen. Der Grund, wieso weitaus weniger Männer diese neurologische Krankheit bekommen, ist das Hormon Testosteron. Denn dieses löst eine Art Schutzmechanismus aus, der die schützende Biomembran, die die Nervenzellen umgibt, vor der Zerstörung bewahrt. Männer leiden jedoch häufig schwerer unter Multipler Sklerose, da sie in den meisten Fällen an einer chronischen Form erkranken, die kontinuierlich voranschreitet. Bei Frauen handelt es sich hingegen oftmals um eine schubartige Form der Krankheit.

My rollator

8.) Osteoporose

Frauen haben von Natur aus leichtere und dünnere Knochen als Männer. Kein Wunder, dass Frauen dann viermal so häufig an Osteoporose erkranken. Zudem verlieren sie vom 40. bis zum 70. Lebensjahr durch die Abnahme der Östrogenproduktion nach der Menopause im Durchschnitt etwa 40 % ihrer Knochenmasse, wodurch die Osteoporose begünstigt wird. Zum Vergleich: Männer verlieren im selben Zeitraum gerade einmal 12 % ihrer Knochenmasse und sind daher deutlich weniger anfälliger.

Jornada Medica de Osteoporosis

Frauen leben zwar durchschnittlich länger als Männer, leiden aber auch weitaus häufiger unter vielen der oben genannten Erkrankungen. Man könnte meinen, die Natur versuche damit, das Gleichgewicht zwischen den beiden Geschlechtern wieder einigermaßen herzustellen. Sie wird sich dabei jedenfalls etwas gedacht haben – anders als bei diesen 8 Körpereigenschaften, die absolut keinen Sinn ergeben.

Quelle:

brightside

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