Hinter diesem Phänomen steckt das Raynaud-Syndrom

Im Winter ist es normal, dass einem kalt ist und dass gerade die kleinsten Körperteile am schnellsten davon betroffen sind. Wenn die Finger jedoch taub werden und kaum mehr Blut in ihnen ist, könnte eine ernsthafte Erkrankung vorliegen. Das sogenannte Raynaud-Syndrom sorgt dafür, dass schon bei geringen Kältereizen die Durchblutung des Körpers gestoppt wird. Das führt dazu, dass die äußeren Gliedmaßen, also Finger und Zehen, Blut „verlieren“ und daher wie Leichenfinger aussehen. 

Blue eyes

Während man in der wärmeren Jahreszeit einen Bogen um etwaige Kältequellen machen kann, ist der Winter eine besondere Herausforderung für die Betroffenen. Denn in der kalten Jahreszeit können sie sich nicht gänzlich schützen, sodass sie mitunter mehrmals täglich unter den Symptomen leiden müssen. Dies ist vor allem dann unangenehm, wenn dieser „Schub“ in Verbindung mit Schmerzen auftritt.

Primäres Syndrom

Es gibt zwei verschiedene Arten des Raynaud-Syndroms, welche sich unterschiedlich auf den Körper auswirken. Beim primären Syndrom treten die bereits beschriebenen Symptome an beiden Händen und teilweise an den Füßen auf. Sie sind unangenehm, hinterlassen aber keine bleibenden Schäden.

Der Grund für die Erkrankung ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Jedoch ist auffällig, dass vor allem junge Frauen mit niedrigem Blutdruck häufig an den „Leichenfingern“ leiden.

 
 
 
 
 
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Sekundäres Syndrom


Das sekundäre Syndrom tritt meistens nur an einer Hand auf und kann chronische Schmerzen und eine bleibende Schädigung des Gewebes nach sich ziehen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Menschen, die an vibrierenden Geräten (z.B. an einem Presslufthammer) arbeiten, ein hohes Risiko tragen, an dem sekundären Syndrom zu erkranken. Auch können Medikamente, wie Beta-Blocker und die Antibabypille, das Risiko erhöhen.

Das kann man tun

Es gibt zwar die Möglichkeit, mit Medikamenten den Schmerz und das Taubheitsgefühl zu bekämpfen, Ärzte empfehlen aber in den meisten Fällen eine medikamentenfreie Therapie. Viel Bewegung und wärmende Handschuhe und Socken seien der beste Weg, dem Syndrom entgegenzuwirken. Meditation und Atemübungen können zudem den Körper entspannen und Stress und Ängste abbauen. Rauchen und Sportarten, welche die Hände stark beanspruchen, können hingegen die Symptome verstärken. 

 
 
 
 
 
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Dick eingepackt kann einem also die kalte Jahreszeit gar nicht mehr so viel anhaben, wenn man an dem Raynaud-Syndrom leidet. Wenn man die Symptome der Erkrankung an sich bemerkt, sollte man aber natürlich immer zunächst einen Arzt konsultieren.

Quelle:

wunderweib

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