8 Anzeichen von Mangelernährung bei Kindern

Alle Eltern möchten nur das Beste für ihr Kind. Dabei sind nicht nur Liebe und Zuneigung sind für die Entwicklung eines Kindes ausschlaggebend, sondern auch die Art und Weise, wie es ernährt wird. Doch gerade bei viel beschäftigten Eltern kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung manchmal etwas zu kurz kommen, weswegen das Kind unbemerkt an einer Mangelernährung leiden könnte. Dabei handelt es sich allerdings nicht zwangsläufig um eine Unter-, sondern vielmehr um eine Fehlernährung, bei der dem Kind trotz genügend aufgenommener Lebensmittel wichtige Nährstoffe fehlen.

Damit du in Zukunft schnellstmöglich erkennen kannst, wenn deinem Kind wichtige Nährstoffe fehlen, erfährst du hier 8 typische Anzeichen, die bei einer Mangelernährung auftreten.

1.) Übergewicht

Wie bereits erwähnt, ist eine Mangelernährung nicht immer mit einer Unterernährung gleichzusetzen, bei der das Kind zu wenig zu essen bekommt. Denn auch eine ungesunde Ernährung kann den Körper nicht mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen, sodass es trotz „ausreichender“ Nahrung zu Mangelerscheinungen kommt. Ist dein Kind also übergewichtig, kann das unter anderem ein Anzeichen dafür sein, dass es sich überwiegend von Fertigprodukten, die vor allem Zucker und ungesunde Fette enthalten, ernährt. In dem Fall nimmt das Kind zwar mehr Kalorien zu sich, als es verbrennt, weist jedoch dennoch einen Mangel an wichtigen Vitaminen auf, da diese in Fertigprodukten nur selten enthalten sind.

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2.) Schlechte Zähne

Wie bereits in den 1930er Jahren eine Studie des US-amerikanischen Ernährungswissenschaftlers und Zahnarztes Dr. Weston A. Price ergeben hatte, sind schlechte Zähne nicht etwa nur genetisch bedingt, sondern stehen zudem im engen Zusammenhang mit einer ungesunden Ernährung. Denn bei der Untersuchung eineiiger Zwillinge, die mit einer unterschiedlichen Ernährungsweise aufgewachsen sind, beobachtete er, dass sich beide Gebisse unterschiedlich entwickelten – wobei die Zähne des Zwillings, welcher sich ungesünder ernährte, weitaus schiefer standen.

Doch auch Karies resultiert aus einer ungesunden Ernährungsweise. Allerdings nicht, wie zuvor gedacht, aufgrund des vielen Zuckers, sondern vielmehr durch den Mangel an den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K, die benötigt werden, um die für die Zähne wertvollen Nährstoffe überhaupt aufnehmen zu können. Sollte dein Kind also unter schlechten Zähnen leiden, obwohl sonst niemand in der Familie damit Probleme hatte, könnte das ein Anzeichen für eine Mangelernährung sein.

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3.) Hyperaktivität

Hat dein Kind plötzlich Probleme damit, ruhig sitzen zu bleiben und sich zu konzentrieren? Dann könnte das ein Anzeichen für eine Mangelernährung sein. Denn das Risiko, an ADHS, was sich durch Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen bemerkbar macht, zu erkranken, wird durch eine ungesunde Ernährung signifikant gesteigert. Dafür sorgt vor allem der Mangel an Vitamin B6, das entscheidend für die Bildung von Neurotransmittern ist. Bei einem Mangel wird so die Übertragung von Signalen gestört und infolgedessen das Zusammenspiel zwischen Aufmerksamkeits- und Motivationssystem beeinträchtigt.

Welche 5 Lebensmittel sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit deines Kindes auswirken und demnach besser vermieden werden sollten, erfährst du in diesem Artikel.

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4.) Stimmungsschwankungen

Gesunde Fette wie Omega-3-Fettsäuren sind ausschlaggebend für eine positive Gemütslage. Durch einen Mangel an Vitaminen (v.a. Vitamin B6, B12, C und E) sowie Spurenelementen (Selen und Magnesium) kommt der Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht und produziert mehr Östrogen. Der Östrogenüberschuss wiederum sorgt für Stimmungsschwankungen. Die Omega-3-Fettsäuren nehmen dieses überschüssige Östrogen auf und hemmen es, sodass der Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht kommt.

Auch der Melatoninspiegel wird durch Omega-3-Fettsäuren gesteigert, wodurch ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus garantiert wird. Fehlen deinem Kind diese Omega-3-Fettsäuren, macht sich das vor allem durch Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen bemerkbar. Daher kann auch launisches Verhalten auf eine Mangelernährung hindeuten.

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5.) Depressionen

Genetische Bedingungen und neurobiologische Störungen werden als Hauptursachen für Depressionen angesehen. Doch auch eine ungesunde Ernährung mit vielen verarbeiteten Lebensmitteln fördert depressive Verstimmungen im Kindesalter. Denn in diesen Lebensmitteln stecken kaum bis gar keine derjenigen Nährstoffe, die für die Entwicklung eines Kindes erforderlich sind. Besonders ein Mangel an Vitamin B12 sowie Vitamin D verursacht und verschlimmert nachweislich Depressionen, da diese Nährstoffe für die Gesundheit der Psyche unverzichtbar sind.

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6.) Sprachstörungen

Ein Vitamin-B12-Mangel beeinträchtigt oder verzögert zudem die allgemeine geistige Entwicklung eines Kindes. Das macht sich insbesondere dadurch bemerkbar, dass das Kind nicht seinem Alter entsprechend kommuniziert – also unter Sprachstörungen leidet. Spricht dein Kind also für sein Alter unterdurchschnittlich gut oder viel, ist das ein klares Warnsignal, das umgehend bei einem Kinderarzt untersucht werden sollte.

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7.) Schlechtes Immunsystem

Wird ein Kind häufig krank, liegt das in der Regel an einem schlechten Immunsystem – und das resultiert möglicherweise aus einer unausgewogenen Ernährung. Denn fehlen dem Kind notwendige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, wird das Immunsystem schwächer und anfälliger für Erkältungen und andere Krankheiten.

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8.) Trockene Haut und Haare

Hat dein Kind übermäßig trockene Haut oder dünnes und brüchiges Haar, kann auch das auf eine Mangelernährung zurückzuführen sein. Denn Eisenmangel sowie ein Mangel an den Vitaminen A, D, E und K12 wirken sich negativ auf den Zustand von Haut und Haaren aus, sodass diese ihre Elastizität bzw. ihren Glanz verlieren.

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Bei einem stressigen Alltag vergessen Eltern schnell, wie wichtig eine gesunde Ernährung für Kinder eigentlich ist. Doch da du nun weißt, welche Symptome eine Mangelernährung aufweist, kannst du die Warnsignale leichter deuten und auf die Ernährung deines Kindes besser achten.

Bei Unsicherheiten ist es stets ratsam, einen Arzt zu konsultieren und die Nährwerte deines Kindes gründlich untersuchen zu lassen. So bekommst du Gewissheit über dessen Gesundheitszustand und weißt genau, was es benötigt, sodass du künftig die Lebensmittel mit den entsprechenden Nährstoffen in den Speiseplan integrieren kannst.

Übrigens: Hier findest du noch 7 Gesundheitsmythen, die seit Generationen bestehen und einer Aufklärung bedürfen.

Quelle:

weedemandreap

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