Was tun bei Daumenlutschen, Fingernägel-Knabbern & Co? 5 Tipps gegen anstrengende Angewohnheiten von Kindern

Im Alltag mit Kindern sind es häufig immer dieselben Dinge, die Eltern zur Verzweiflung bringen – sei es das ewige Daumenlutschen des Nachwuchses, der Tobsuchtsanfall beim Wocheneinkauf oder das konsequente Überhören auch der zehnten Aufforderung zum Zähneputzen. Damit dein Familienleben in Zukunft ein klein wenig entspannter ist, findest du hier 5 patentreife Tipps, wenn dein Kind mal wieder etwas anstrengender ist.

Ohne Titel

1.) Wutanfall

Gründe für Wutanfälle bei Kindern gibt es viele. Der wichtigste Tipp für Eltern ist, selbst ruhig zu bleiben und nach Kompromissmöglichkeiten zu suchen. Das Ziel ist natürlich nicht, dass ein wütendes Kind an der Supermarktkasse seinen Willen in Form von etwas Süßem bekommt, denn dann ist der nächste Wutanfall schon vorprogrammiert. Aber man kann es beim nächsten Einkauf mehr einbinden und dabei helfen lassen, Sachen von der Einkaufsliste zu finden bzw. in den Wagen zu packen.

130311ella6

2.) Daumenlutschen

Es ist zwar gemein, aber beim Daumennuckeln müssen sich Eltern zum Teil auch an die eigene Nase fassen. Wer seinem Baby bei jedem Mucks einen Nuckel in den Mund schiebt, braucht sich später nicht zu wundern, wenn die Entwöhnung besonders schwerfällt. Man kann also als Allererstes vorbeugend aktiv werden, indem man das natürliche Nuckelbedürfnis im Babyalter zwar unterstützt, sein Kind aber nicht dauerhaft mit Nuckeln ruhigstellt.

Wenn „das Kind bereits in den Brunnen gefallen“ ist bzw. es noch nuckelt, obwohl es eigentlich schon zu alt dafür ist (als „Nuckelgrenze“ gilt ein Alter von 4 Jahren), helfen keine strikten Verbote und Vorwürfe. Stattdessen sollte man versuchen, das Nuckelbedürfnis zum Beispiel durch Kuscheln aufzufangen. Außerdem kann man positive Anreize schaffen, mit dem Nuckeln aufzuhören, zum Beispiel durch ein Belohnungssystem: Für jeden Tag ohne Daumenlutschen darf das Kind einen Sticker in den Kalender oder ein Notizbuch kleben.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Kieran Renee 🍭🍭🍬🍬🍬 (@kieran_renee_03) am

3.) Fingernägelknabbern

Fingernägelknabbern kann ein Zeichen von Anspannung oder Stress sein. Manchmal ist es aber auch einfach eine Phase. Da das Nägelknabbern (wie auch das Nuckeln) nicht willentlich geschieht, bringen Schimpfen und Strafen nichts und verschlimmern das Problem eher, da sich das Kind nun zusätzlich unter Druck gesetzt fühlt. Auch bitterer Nagellack ist selten die Lösung, da er nicht an die Wurzel des Problems geht und es zu zusätzlichem Frust kommt, wenn die Methode versagt.

Das Einzige, was man als Eltern sinnvollerweise tun kann: Ursachenforschung betreiben. Gibt es etwas, das dein Kind in der Schule oder zu Hause besonders belastet? Dann kann man gemeinsam überlegen, wodurch man es unterstützen kann und wie es seine Anspannung anders abbauen kann.

Kiran chewing on fingers

4.) Nicht zuhören

In der Hitliste der nervigen Kindereigenschaften ganz weit vorn: nicht zuhören! Wenn man als Eltern selbst betroffen ist, merkt man schnell, dass die Zahl der Gelegenheiten, die ein Kind an einem ganz normalen Tag hat, um einem nicht zuzuhören, schier unendlich ist: Geh auf Toilette! Wasch dir die Hände! Zieh dich an! ...

Laut Kommunikations-Expertin Alexa Fischer liegt die Lösung des Problems bei den Eltern. Statt zum Beispiel Anweisungen – mit dem Wunsch, Zeit zu sparen – durch die Wohnung zu rufen, sollte man immer zu seinem Kind hingehen, vor dem Reden Augenkontakt herstellen und es danach bitten, das Gesagte zu wiederholen. Allein dadurch, dass man sich für das Reden bewusst Zeit nimmt, merkt ein Kind, dass es einem ernst ist. Außerdem empfiehlt sie, dass man sein Kind vorwarnt, sodass es sich jeweils auf das, was man von ihm will, einstellen kann und nicht abrupt aus seiner Beschäftigung gerissen wird.

Eye level view of the race cars

5.) Chaos im Kinderzimmer

In einer perfekten Welt würden Babys mit begleitendem Putzroboter auf die Welt kommen. Aber da dem nicht so ist, muss man als Eltern selbst den Anstoß geben, denn die wenigsten Kinder kommen von allein auf die Idee, ihr Zimmer mal aufzuräumen. Um den Stress für alle Beteiligten möglichst gering zu halten und ein Mindestmaß an Ordnung herzustellen, empfehlen sich folgende Grundregeln:

  1. Ein Kind ist für sein Zimmer selbst verantwortlich. (Man sollte es deshalb früh an das Aufräumen heranführen.)
  2. Jeden Abend muss mindestens eine Schneise zum gefahrlosen Betreten des Zimmers „geschlagen“ werden.
  3. Ab und zu wird gemeinsam ausgemistet. Das erleichtert nicht nur das Putzen, sondern verhindert auch, dass das Kind von den Spielmöglichkeiten überfordert wird.

imgur / Chickerychickchallachalla

Für noch mehr familiäre Harmonie findest du in diesem Artikel weitere Tipps, die die Kommunikation mit Kindern erleichtern. Wenn du einen kleinen Wutzwerg zu Hause hast, dann zeigt dir dieser Artikel, wie du mit nur einer Frage den nächsten Wutausbruch bei deinem Kind stoppen kannst.

Diese Webseite ist weder dazu gedacht noch geeignet, professionelle Beratungen, Untersuchungen, Behandlungen, Diagnosen, etc. durch Ärzte, Apotheker, Psychotherapeuten, Heilpraktiker und/oder andere medizinische Fachleute zu ersetzen, zu ergänzen oder zu widerlegen. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen.

Kommentare

Auch interessant