Symptome für eine Östrogendominanz

Östrogene sind weibliche Geschlechtshormone. Sie werden vor allem in den Eierstöcken, der Plazenta und der Nebennierenrinde gebildet.

Sie spielen bei Frauen in der ersten Hälfte des Menstruationszyklus eine wichtige Rolle, denn sie bereiten den Eisprung und damit die Gebärmutter auf eine mögliche Einnistung der Eizelle vor. So sind sie maßgeblich am Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beteiligt, beeinflussen das Wachstum des Brustgewebes und haben eine große Bedeutung in der Schwangerschaft. Aber auch auf andere Organe und Gewebe haben Östrogene einen direkten Einfluss und schützen Frauen während ihrer fruchtbaren Jahre z. B. vor einem Herzinfarkt, sorgen für eine glatte Haut oder stärken die Knochen.

Schwankungen des Östrogenspiegels sind normal und unterliegen dem natürlichen weiblichen Zyklus. In der Schwangerschaft ist der Wert sogar konstant erhöht. Befinden sich jedoch dauerhaft zu viele Östrogene im Blut, ohne dass eine Schwangerschaft besteht, kann dies verschiedene Beschwerden verursachen und die Gesundheit beeinträchtigen. 

Grund dafür ist aber häufig nicht die Überproduktion von Östrogen, sondern dass in den Eierstöcken zu wenig vom „Gegenspieler“ Progesteron gebildet wird. Steht im Verhältnis zum Progesteron mehr Östrogen zur Verfügung, kommt es zu einem Ungleichgewicht, einer sogenannten Östrogendominanz und den damit verbundenen Symptomen.

Achte deshalb auf diese 6 Anzeichen für einen Östrogenüberschuss:

1.) Prämenstruelles Syndrom (PMS)


Viele Frauen haben in den Tagen vor ihrer Periode häufig mit einer Vielzahl von körperlichen und seelischen Beschwerden zu kämpfen, die auf ihren Östrogenspiegel zurückzuführen sind. Symptome des sogenannten Prämenstruellen Syndroms können plötzlicher Hunger, Depressionen, Unterleibsschmerzen, unreine Haut, Verstopfungen, Schwindel und Müdigkeit sein.

2.) Kopfschmerzen

Kurz vor der Periode leiden viele Frauen häufig an Kopfschmerzen. Sollten diese allerdings über eine längere Zeit anhalten oder auch während oder nach der Periode auftreten, kann dies ein Zeichen für eine Östrogendominanz sein. 

3.) Schwache Libido

Frauen, die einen Rückgang der Libido bemerken, vermuten selten Hormone als Urasche. Eine verringerte Lust auf Sex ist aber häufig auf einen Östrogenüberschuss zurückzuführen und kann sogar eine Nebenwirkung der Antibabypille darstellen, da sie künstliche Östrogene enthält.

4.) Unregelmäßiger Zyklus

Ist das Gleichgewicht von Östrogen und Progesteron im Körper gestört, führt dies häufig zu Zyklusstörungen. Es kann zu besonders langen oder kurzen Zyklen kommen, aber auch zu übermäßig starken oder sehr schwachen Blutungen.

5.) Ermüdung

Ermüdung kann durch eine Reihe von Ursachen verursacht werden, ein Überschuss an Östrogen ist eine davon. Wenn du dich also ohne ersichtlichen Grund oft müde und schläfrig fühlst, solltest du gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen und deinen Östrogenspiegel überprüfen lassen.

6.) Gewichtszunahme

Ein sehr häufig auftretendes Symptom einer Östrogendominanz ist eine plötzliche und unerklärliche Gewichtszunahme. Durch die erhöhte Konzentration von Östrogen im Blut kommt es zu Wassereinlagerungen, die das steigende Gewicht erklären können. 

Kommen dir diese Beschwerden bekannt vor? Falls ja, ist es ratsam, dass du dich gründlich von deinem Gynäkologen untersuchen lässt. Sowohl mit künstlichen als auch natürlichen Hormonersatzpräparaten lassen sich deine Hormone wieder ins Gleichgewicht bringen.

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