10 Dinge, die Väter anders machen als Mütter

Das Kind fliegt so hoch in die Luft, dass es der Mama ganz bang wird. Das Wohnzimmer sieht nach einer Viertelstunde aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Und auch die Strumpfhose bleibt einfach liegen, weil das Anziehen zu kompliziert ist.

Ganz klar: Papas sind anders, wenn es um die Zeit mit ihren Kindern und die Erziehung geht.

Father & Son

Grundsätzlich sollten sich Eltern bei der Kindeserziehung natürlich einig sein und an einem Strang ziehen. Doch welche Mama hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, ihren Mann skeptisch, aber auch staunend, in seiner Rolle als Papa zu beobachten? Manche Dinge machen Väter eben ganz anders als Mütter. Und das ist auch gut so.

Was das Kind aus papas Methoden lernen kann und was es bringt, wenn Mama ihn auch einfach mal machen lässt, liest du – mit einem kleinen Augenzwinkern – hier:

1.) Papas vergessen das Buddelzeug.

Das Wetter ist schön, da geht es natürlich mit dem Kind raus auf den Spielplatz. Doch für Mamas ist das oft kein einfaches Unterfangen. Sie wechseln nochmal die Windeln, packen die Wickeltasche, schneiden einen Apfel klein, packen Regenklamotten ein (sicher ist sicher), nehmen den Kinderwagen mit, denken an Sonnencreme, verstauen das Sandspielzeug, machen sich schnell noch selbst zurecht und erst dann geht es los. Die Devise der Väter: Schlüssel, Handy und Kind nehmen und los.

Was es dem Kind bringt:

Väter sind oft nicht so gut vorbereitet wie Mütter. Aber dadurch sieht das Kind, dass es neben Mamas Lösung auch noch andere gibt. Und auch, dass es sogar Spaß machen kann zu improvisieren. Denn auch mit spontan gesammelten Stöcken lassen sich wunderbare Häuser im Sand bauen.

2.) Papas vergessen sich selbst nicht.

Dem Kind zuliebe aufs Fußballtraining zu verzichten, kommt für Papas nicht in die Tüte. Und auch ein Gespräch mit ihrer Frau führen sie zu Ende, selbst wenn das Kind die ganze Zeit ruft und am Hosenbein zupft. Mamas hingegen geben sich und ihre eigenen Interessen vor allem im ersten Jahr mit Baby häufig fast ganz auf.

Was es dem Kind bringt:

Durch ihr egoistisch erscheinendes Verhalten zeigen Papas ihren Kindern aber, dass man eigene Träume und Wünsche haben und diese durchaus verfolgen darf. Die Kinder lernen, dass die eigenen Bedürfnisse eines Menschen wichtig sind und man dafür Sorge tragen muss, dass sie erfüllt werden. Auch Mamas können sich davon ruhig eine Scheibe abschneiden. Denn glückliche Eltern bedeuten auch glückliche Kinder.

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3.) Papas springen nicht bei jedem Pieps gleich auf.

Das Baby liegt auf dem Boden auf seiner Krabbeldecke und gibt ein leises Piepsen oder Glucksen von sich. Womöglich versucht es, sich gerade umzudrehen oder an das geliebte Spielzeug zu kommen, oder es ist einfach nur von der Sonne geblendet, die durch das Fenster scheint. Viele Mamas wären in diesem Augenblick sofort aufgesprungen, um nach ihrem Baby zu schauen, ihm zu helfen oder es auf den Arm zu nehmen. Väter hingegen reagieren in der Regel nicht weiter darauf, da in ihren Augen kein Handlungsbedarf besteht.

Was es dem Kind bringt:

Sie geben dem Kind so mehr Zeit, sich auszuprobieren und eigene Lösungen für Probleme zu finden. Das stärkt das Selbstvertrauen.

4.) Papas finden kreative Lösungen für Alltagsprobleme.

Papas entwickeln oft ihre eigene Technik und lösen durchaus kreativ so manche Alltagssituation. Besonders mit den Zöpfen oder Frisuren der Töchter tun sich viele Väter schwer. Doch Papas wären nicht Papas, wenn ihnen nicht auch dazu etwas einfallen würde. So dient schon mal der Staubsauger als Hilfsmittel, um der Tochter einen Zopf zu verpassen.

Was es dem Kind bringt:

Die Kreativität des Kindes wird gefördert und angeregt, wenn es sieht, dass man auch auf Umwegen und mit außergewöhnlichen Mitteln ans Ziel kommt.

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5.) Papas mischen sich nicht immer gleich ein.

Papas bieten ihren Kindern nicht voreilig Hilfe an, sondern warten darauf, dass sie erst einmal allein nach der Lösung suchen. Kommt das Kind beim Abendbrot nicht an die Butter heran, kann es danach fragen. Mamas reichen ihren Kindern häufig schon alles, bevor der Nachwuchs selbst weiß, dass er es braucht.

Was es dem Kind bringt:

Durch das Nicht-Eingreifen lernen die Kinder bei Papa mehr Selbstständigkeit. Reicht man ihnen nicht sofort die Butter, die Scheibe Käse oder das Brot, stellen die Kleinen von allein fest, was sie als Nächstes gern essen würden, wie man Käsescheiben auseinanderbekommt oder dass man nur etwas zu sagen braucht, wenn das Glas leer ist. Und auch Mama profitiert davon, denn so hat sie Zeit, auf ihren eigenen Teller zu schauen und in Ruhe zu essen.

6.) Papas sind furchtloser und machen sich nicht so schnell Sorgen.

Stolpert das Kind bei seinen ersten Versuchen zu laufen oder Fahrrad zu fahren, kommt von den Vätern oft nur ein kurzes „Hoppla!“ oder „Ach, das blutet ja nicht mal.“ Ihr Motto: Alles halb so wild. Papas nehmen die Dinge oft, wie sie sind, und machen weiter. Es wird kurz verarztet, geputzt oder der Schmerz einfach weggepustet und schon kann weitergefahren oder -gespielt werden. 

Was es dem Kind bringt:

Kinder lernen durch Papas Furchtlosigkeit, an sich zu glauben, und muten sich so mehr zu. Mit dem Überschreiten von Grenzen wächst ganz automatisch ihr Selbstwertgefühl.

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7.) Papas können alles.

Papas können und wissen alles. Zumindest glauben sie es und wollen auch, dass ihre Kinder es so lange wie möglich glauben. Deshalb sind sie um keine Erklärung verlegen. Und wenn sie etwas nicht können oder wissen, denken sich Papas einfach eine lustige Antwort aus. So haben sie für wirklich alles immer eine Lösung parat. 

Was es dem Kind bringt:

Papas sind die Helden und Vorbilder ihrer Kinder, denn sie sind allwissend und können jede Situation bewältigen. Bei ihnen fühlt man sich sicher und beschützt.

8.) Papas toben, raufen und balgen.

Papas scheuen Körpereinsatz nicht und so kann es beim Spielen schon mal turbulent zugehen. Sie rutschen auf dem Boden herum, toben ausgelassen, raufen wild und werfen die Kinder in die Höhe. Langeweile kennen sie nicht – mit ihnen gibt es immer Action. Und selbst leichte Blessuren wie Schürfwunden, blaue Flecken oder Tränen machen ihnen nichts aus, sondern gehören für sie dazu.

Was es dem Kind bringt:

Beim Raufen werden die Kinder überschüssige Energie los und es stärkt ihr Selbstbewusstsein. Beim Toben kommen selbst zurückhaltende Kinder mehr aus sich heraus und erlangen dadurch Selbstvertrauen. Gleichzeitig zeigen wilde Spiele den Kindern ihre körperlichen Grenzen auf.

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9.) Papas können besser loslassen.

Zweisamkeit als Paar ist wichtig. Sie gelingt aber nur, wenn die Eltern loslassen und lernen, ihre Kinder auch anderen Personen, wie z.B. den Großeltern, anzuvertrauen. Das fällt den Papas häufig leichter als den Mamas. Es hat jedoch nichts mit Unverantwortlichkeit zu tun, wenn man sein Kind von einer vertrauenswürdigen Person betreuen lässt, sondern hilft der Beziehung der Eltern zueinander.

Was es dem Kind bringt:

Es tut den Eltern und damit auch der Beziehung zum Kind gut, wenn sie ab und zu einen entspannten Abend allein miteinander verbringen. Denn so sind sie ausgeglichener und können ihren Kleinen am nächsten Tag wieder mit neuer Energie zur Verfügung stehen. Und von Oma verwöhnt und ins Bett gebracht zu werden, hat ja auch etwas für sich.

10.) Papas vergessen beim Spielen alles andere.

Das Wohnzimmer gleicht einem Schlachtfeld, auf dem Küchentisch stehen noch die Teller und Tassen vom Frühstück und der Wäschekorb quillt über. Während Mamas die Multitasking-Heldinnen schlechthin sind, konzentrieren sich Papas mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit auf das Spielen mit dem Sprössling und vergessen darüber gern mal andere Dinge.

Was es dem Kind bringt:

Das gemeinsame Spielen mit den Eltern ist wichtig für die Entwicklung von Kindern. Die Eltern geben Impulse, besonders in der Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern spielen. Indem sich Papas komplett auf das Spielen konzentrieren, steht das Kind bei ihnen konsequent im Mittelpunkt und sowohl sein Selbstbewusstsein als auch seine sozialen Kompetenzen werden gestärkt.

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Papas sind einfach die Besten! Und neben all ihren kleinen und großen Heldentaten im Alltag finden sie immer die Zeit für kleine Albernheiten und verrückte Spiele. So bringen sie oftmals eine ganze Portion Spaß in die Kindererziehung und nehmen ihr ein Stück Verbissenheit.

Und auch wenn all diese Punkte ziemlich stereotyp klingen, ist es selbstverständlich kein Kampf „Mama gegen Papa“. Beide haben ihre individuellen Stärken, die für ein entspanntes Familienleben sorgen, aber auch Schwächen, die den anderen zur Weißglut treiben können. Deshalb: Bitte schmunzeln und die Papas einfach mal machen lassen!

Quelle:

Eltern

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