9 Irrtümer über Sonnenschutz, die einer Aufklärung bedürfen.

Wenn die Temperaturen steigen, wird der Drang, stundenlang in der Sonne zu liegen, immer größer. Beim Sonnenbaden gibt es jedoch – nicht zuletzt wegen des Hautkrebsrisikos – einige Dinge, die beachtet werden müssen.

Dummerweise tummeln sich ausgerechnet um dieses Thema zahlreiche Mythen, die dringend einer Aufklärung bedürfen. Welche 9 Mythen das sind und wie du dich am besten für das nächste Sonnenbad wappnen solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Mythos 1: Der Bauch wird brauner als die Beine.

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Wer kennt es nicht: Man liegt stundenlang in der Sonne und am Ende des Tages ist der Bauch zwar wunderbar gebräunt, die Beine bleiben hingegen blass. Das muss daran liegen, dass der Bauch einfach brauner wird als die Beine, richtig? Nicht ganz. Es kommt nämlich ganz darauf an, wie die Melanozyten, die in der Haut für die Bildung von Pigmenten zuständig sind, verteilt sind. Und das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Da wo sie sich aktiv tummeln, werden mehr Pigmente erzeugt, sodass die Haut an dieser Stelle gebräunter erscheint. Wenn also mehr Melanozyten im Bauchbereich vorhanden sind, wird die Haut dort eben schneller gebräunt als die Beine – der umgekehrte Fall kann jedoch auch eintreten. Farbunterschiede lassen sich immerhin leicht mit Selbstbräuner ausgleichen.

Mythos 2: Im Schatten wird man nicht braun.

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Um möglichst schnell braun zu werden, legen sich die meisten direkt in die Sonne. Denn schließlich wird man im Schatten nicht braun, richtig? Falsch! Im Schatten gibt es natürlich nicht die gesamte Ladung an Sonnenstrahlen, aber immerhin noch ganze 40 %. Die Sonnenstrahlen werden nämlich von Sand, Wasser und Gegenständen reflektiert und finden so ihren Weg zur Haut — auch im Schatten. Das schattige Plätzchen ist daher vollkommen ausreichend, um die Haut schonend zu bräunen. Sonnencreme sollte zudem sowohl in der Sonne als auch im Schatten aufgetragen werden, um einen schmerzhaften Sonnenbrand zu vermeiden.

Mythos 3: Haare bekommen keinen Sonnenbrand.

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Auch die Haare sollten vor der Sommersonne geschützt werden. Zwar bekommen Haare nicht im engeren Sinne Sonnenbrand, allerdings haben Sonnenstrahlen durchaus einen negativen Effekt auf die Gesundheit des Haares. Besonders die Kombination aus Salzwasser und Sonnenstrahlen bedeutet Stress für das Haar. Dieser macht sich vor allem durch Farbverlust und spröde Strähnen bemerkbar. Spezielle Sonnenschutz-Sprays, welche extra für das Haar konzipiert ist, sind daher sinnvoll.

Die Kopfhaut kann übrigens tatsächlich Sonnenbrand bekommen. Sie sollte aus diesem Grund entweder mit einem Hut geschützt oder mit einem transparenten Sonnenschutz-Spray besprüht werden.

Mythos 4: Eine Sonnencreme genügt für die ganze Familie.

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Für einen zweiwöchigen Familienurlaub am Meer wird eine Tube Sonnencreme schon ausreichen, oder? Falsch! Eine 100-ml-Tube sollte bei einer vierköpfigen Familie bereits nach zwei Strandtagen aufgebraucht sein, andernfalls wurde sich zu wenig eingecremt und somit nicht ausreichend gegen die Sonne geschützt. Zudem ist zu beachten, dass kleine Kinder mindestens einen Lichtschutzfaktor von 30 benötigen, da die Sonnenstrahlen bei ihnen tiefer in die dünne Haut eindringen. Solltest du dir also die Sonnencreme mit deinem Kind teilen, solltest du dies dabei berücksichtigen. Darüber hinaus gilt: Lieber einmal zu viel eincremen, als einmal zu wenig.

Mythos 5: Vor Infrarot-Strahlen muss man sich nicht schützen.

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Sonnencremes gegen UV-A- und UV-B-Strahlen genügen vollkommen, meinen viele. Aber Vorsicht: Denn Infrarot-A-Strahlen stehen im Verdacht, die Bildung freier Radikale zu begünstigen und somit eine vorzeitige Hautalterung anzukurbeln. Willst du auf Nummer sicher gehen, sollte deine Sonnencreme folglich neben den UV-Filtern auch einen Infrarot-Filter besitzen.

Mythos 6: Make-up mit Lichtschutzfaktor reicht, um mein Gesicht vor Sonnenbrand zu schützen.

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Wenn die Tagespflege oder das Make-up bereits einen geringen Lichtschutzfaktor enthält, denken viele, es sei genug, um das Gesicht vor einem Sonnenbrand zu schützen. Das mag zwar im Alltag noch funktionieren, sollte aber am Strand unbedingt vermieden werden. Besser ist es, vor dem Make-up eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen, um sowohl Sonnenbrand als auch einer vorzeitigen Hautalterung effektiv entgegenzuwirken.

Mythos 7: Sonnencreme verstopft die Poren und verursacht Pickel.

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Dass Sonnencremes die Poren verstopfen und Pickel verursachen, ist ein weiterverbreiteter Mythos und einer der häufigsten Gründe, wieso viele auf Sonnenschutz im Gesicht verzichten. Dabei stimmt das nur teilweise. Problemhaut verträgt tatsächlich keine fettigen Konsistenzen, da sie durch die überaktiven Talgdrüsen ohnehin bereits fettig ist. UV-Strahlen verstärken den Effekt jedoch noch zusätzlich. Die Haut wird dadurch unrein und beginnt zu glänzen. Leichte Sonnencreme-Texturen können hier Abhilfe schaffen. Diese werden selbst von Problemhaut in der Regel gut vertragen, ohne die Poren zu verstopfen.

Mythos 8: Öl-Sonnencreme lässt einen schneller braun werden.

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Wer schnell braun werden will, greift am liebsten zu Öl-Sonnencremes. Denn immerhin lässt eine Öl-Sonnencreme einen schneller braun werden als eine herkömmliche Sonnenmilch, oder? Falsch! Die Öl-Sonnencreme ist zwar insofern praktisch, als sie rasch einzieht und einen schönen Schimmer auf der Haut hinterlässt, allerdings lässt sie die Haut nicht schneller braun werden als die anderen Sonnencreme-Varianten. Der Bräunungseffekt hängt nämlich hauptsächlich vom verwendeten Lichtschutzfaktor ab. Je geringer der Lichtschutzfaktor, desto stärker der Bräunungseffekt — desto eher verblasst dieser jedoch auch wieder.

Mythos 9: Die Bräune hält nur für kurze Zeit an.

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Was viele nicht wissen: Je höher der Lichtschutzfaktor, desto länger bleibt die Bräune erhalten. Denn die Haut ist auf diese Weise geschützt und trocknet durch die Sonnenstrahlen weder aus, noch muss sie sich aufgrund eines Sonnenbrandes erneuern. Wer seine Urlaubsbräune zusätzlich verlängern möchte, sollte nach dem Sonnenbaden auf Peelings sowie heißes Duschen verzichten.

Um einen Sonnenbrand sowie vorzeitige Hautalterung zu vermeiden, ist es notwendig, sich ausreichen vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Und da diese Sonnenschutz-Mythen nun aufgeklärt sind, weißt du jetzt, wie du in Zukunft braun werden kannst, ohne deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Dem nächsten Strandbesuch steht somit nichts mehr im Wege!

Welche Regeln man beachten sollte, um im Schatten perfekt braun zu werden, erklärt dir dieser Beitrag.

Quelle:

petra

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