10 Symptome, die du bei deinem Baby nicht ignorieren solltest

Das Kind schreit, ist quengelig, hat Schnupfen oder Husten – gerade frischgebackene Eltern machen sich häufig Sorgen um ihr Baby und wissen nicht immer von Beginn an, ob es sich lediglich um harmlose Symptome handelt oder ob sie mit ihrem Kind doch besser zum Arzt gehen sollten. Erschwerend kommt hinzu, dass Babys nicht selbst sagen können, was ihnen fehlt, und so ist die Verunsicherung aufseiten der Eltern oft groß.

Doch sollte man mit dem Kind immer gleich einen Arzt aufsuchen? Schließlich bedeutet es Stress für alle Beteiligten und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich das Kind womöglich noch bei den anderen kranken Kindern im Wartezimmer ansteckt. Für die Eltern ist es deshalb wichtig, auf die eigene Intuition zu hören. Sie können selbst am besten einschätzen, wann es ihrem Kind nicht gut geht oder wann etwas nicht normal ist.

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Ungeachtet dessen ist es wichtig, bei Neugeborenen und kleinen Kindern einige Anzeichen zu kennen, die eine schnelle medizinische Versorgung erfordern. Lies hier, auf welche 10 Warnsignale du achten solltest.

1.) Gerötete Augen

Rote oder verklebte Augen sind in den ersten Lebensmonaten bei Babys keine Seltenheit. Das liegt meist daran, dass die ableitenden Tränenkanäle bei ihnen noch verengt sind und sich erst einige Monate nach der Geburt vollständig öffnen. Dadurch kann die Tränenflüssigkeit nicht abfließen, staut sich und es bildet sich ein idealer Nährboden für Bakterien, die schlimmstenfalls zu einer Bindehautentzündung führen können.

Da diese sehr unangenehm und vor allem hochansteckend ist, solltest du also schnell zum Arzt, wenn dein Kind gerötete Augen hat.

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2.) Andauerndes Schreien

Dass Babys viel schreien, ist bekannt. Du kannst sicherlich am besten abschätzen, wie viel Geschrei für dein Baby normal ist. Überreizung durch ungewohnte Eindrücke oder Geräusche, aber auch Wachstumsphasen, können zu einem vermehrten Schreien führen, das nicht unbedingt ein Signal für eine Krankheit darstellt.

Dennoch kann ein vermehrtes und länger andauerndes Schreien in Verbindung mit Unruhe ein Zeichen dafür sein, dass etwas mit deinem Kind nicht stimmt. Die Gründe können von einem Mückenstich bis hin zu Darmproblemen reichen. Lass ungewohnt heftiges Schreien auf jeden Fall ärztlich abklären.

3.) Verkürztes Lippen- oder Zungenbändchen

Stillprobleme kennen viele Mütter. Doch nicht immer lässt sich dafür schnell eine Erklärung finden. In einigen Fällen liegt es an einem verkürzten Lippen- oder Zungenband des Babys, welches die Beweglichkeit der Lippe bzw. der Zunge einschränkt und so dazu führt, dass es nur ineffektiv saugen kann. Dadurch erhält das Baby weniger Milch, die Dauer der Mahlzeiten verlängert sich und es nimmt langsamer an Gewicht zu. Wunde Brustwarzen und Schmerzen beim Stillen, die besonders bei einem zu kurzen Lippenband auftreten, können eine Folge sein.

Wenn du einige der oben genannten Stillschwierigkeiten hast und glaubst, ein verkürztes Lippen- oder Zungenbändchen könnte die Ursache sein, sprich unverzüglich deinen Kinderarzt darauf an, denn dann ist es das Beste, es frühzeitig zu durchtrennen. Es wird das Saugverhalten deines Kindes meist unmittelbar verbessern und die Probleme lösen.

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4.) Hohes Fieber

In den ersten 3 Monaten ihres Lebens sollten Babys kein Fieber bekommen. Deshalb solltest du sofort zum Arzt gehen, wenn die Temperatur deines Kindes auf über 38 °C ansteigt. Der Grund ist allerdings nicht der, dass das Fieber selbst gefährlich ist, sondern vielmehr die Frage, weshalb die Körpertemperatur deines Babys ansteigt. Denn oft ist Fieber ein Zeichen einer ernsten bakteriellen Infektion. Nach dem 3. Monat kannst du ruhig einen Tag abwarten und dein Kind beobachten, bevor du zu einem Arzt gehst.

Bei Fieber, das in Schüben auftritt oder bei Kindern unter 2 Jahren länger als 24 Stunden anhält, sollte allerdings immer der Besuch bei einem Arzt erfolgen. Auch Temperaturen über 39 °C können für kleine Kinder kritisch sein.

5.) Gelbsucht

Eine Gelbfärbung der Haut oder Augen bei Babys kann auf eine Stoffwechselstörung hindeuten. Da die Leber von Neugeborenen häufig noch nicht mit der höchsten Geschwindigkeit arbeitet, kommt es zu einer erhöhten Konzentration des Gallenfarbstoffs Bilirubin und die Haut färbt sich gelb.

In den meisten Fällen ist solch eine Neugeborenengelbsucht harmlos, dennoch solltest du mit deinem Baby zum Arzt, um sicherzustellen, dass keine schwerwiegende Erkrankung dahintersteckt.

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6.) Erbrechen oder Durchfall

Bei Erbrechen oder Durchfall musst du immer wachsam sein und solltest lieber früher als später zum Kinderarzt gehen. Der durch Erbrechen oder starken Durchfall verursachte Flüssigkeitsverlust kann gerade für Kleinkinder gefährlich sein. Umso kleiner das Kind ist, desto eher besteht die Gefahr, dass es austrocknet.

Ein erstes Warnzeichen für eine Dehydrierung ist eine länger als 12 Stunden trockene Windel. In diesem Fall solltest du mit deinem Kind zügig einen Arzt aufsuchen.

7.) Soor im Mund

Weiße Flecken oder Punkte im Mund deines Babys deuten auf Soor hin, eine Hefepilz-Infektion. Oft sehen die Flecken dabei wie Hüttenkäse oder Quark aus und verursachen Schmerzen, weshalb Kinder nicht mehr essen wollen.

In einigen Fällen verschwinden die Flecken von allein wieder, meistens muss der Arzt allerdings ein antimykotisches Mittel verschreiben. Gehe deshalb rechtzeitig zum Arzt, um deinem Baby die Schmerzen zu ersparen.

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8.) Ausschlag

Hautreizungen und Ausschläge können unterschiedliche Ursachen haben und sehr plötzlich auftreten. Die meisten Ausschläge verblassen für einen kurzen Moment, wenn man mit einem Finger auf sie drückt. Stellst du bei deinem Baby allerdings kleine rote Punkte auf der Brust, dem Rücken, den Armen oder den Beinen fest, die nicht verschwinden, wenn du leichten Druck auf sie ausübst, solltest du möglichst schnell zu einem Arzt. Diese Art von Ausschlag kann auf eine ernste Infektion wie Meningitis oder eine entzündliche Erkrankung der Blutgefäße hindeuten.

Sollte der Hautausschlag mit weiteren Symptomen, wie z.B. Fieber, einhergehen, ist stets Vorsicht geboten. Hier solltest du immer einen Arzt um Rat fragen.

9. ) Kopfschmerzen

Kopfschmerzen lassen sich besonders bei Babys schwer feststellen, da sie dir natürlich noch nicht sagen können, wo es ihnen weh tut. Wenn sich dein Baby aber zum wiederholten Mal seinen Kopf hält oder ein größeres Kind dir mit anderen Gesten oder Worten mitteilt, dass es Kopfschmerzen hat, solltest du immer zu einem Arzt gehen. Diese Art der Schmerzen kommt bei Kindern selten vor und sollte somit immer untersucht werden, denn sie kann auf Koliken oder eine Nasennebenhöhlenentzündung hindeuten.

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10.) Blaufärbungen

Hände und Füße von Babys können hin und wieder bläulich anlaufen. Dies ist erst einmal noch kein Grund zur Besorgnis und hat seine Ursache oftmals in den Anpassungsschwierigkeiten des Blutkreislaufs oder ist eine Reaktion auf Kälte.

Dennoch solltest du dein Baby dann aufmerksam beobachten und sofort zu einem Arzt oder ins Krankenhaus gehen, wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt. 

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Die ersten Monate mit Baby sind besonders aufregend. Gerade am Anfang möchtest du alles richtig machen und auf keinen Fall die Anzeichen von Krankheiten übersehen. Dennoch solltest du dich nicht allzu verrückt machen. Viele Symptome sind erst einmal nicht gefährlich bzw. erfordern keinen sofortigen Arztbesuch.

Es wird dich aber auch sicherlich kein Arzt abweisen, wenn du dir frühzeitig bei ihm Rat holst. Besonders bei kleinen Kindern gilt: lieber einmal zu oft als zu selten. So bist du auf der sicheren Seite und kannst beruhigt schlafen – falls du mal dazu kommst.

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