Gefährlicher Trend auf TikTok: die „Skull-Breaker-Challenge“

Schon immer haben Jugendliche Unfug gemacht. Seit es jedoch über die verschiedenen Social-Media-Kanäle umso leichter ist, dafür auch noch Applaus zu kriegen, scheint der Unfug immer besorgniserregendere Formen anzunehmen.

So grassiert seit einigen Wochen auf der Video-Plattform TikTok unter dem Hashtag #skullbreakerchallenge (zu Deutsch: „Schädelbrecher-Herausforderung“) ein Trend, der Ärzte in höchstem Maße alarmiert.

Tiktok

TikTok ist vor allem bei Kindern und minderjährigen Jugendlichen beliebt. Ohne großen Aufwand können hier unterhaltsame Kurzvideos online gestellt und verbreitet werden. Auf der Plattform gilt es, innerhalb kürzester Zeit Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen – ein Druck, der leider auch das Abgleiten in Extreme provoziert.

Im Fall der #skullbreakerchallenge hat die Sehnsucht nach „Likes“ bereits zahlreiche Opfer gefordert. Was zunächst wie ein harmloser Spaß aussieht, kann nämlich schwere Verletzungen nach sich ziehen.

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In den Videos sieht man, wie zwei Personen einen unwissenden Dritten dazu auffordern, zwischen ihnen hochzuspringen. Während des Sprungs werden dem Opfer die Beine nach vorne weggezogen, sodass es ungebremst hintüber auf dem Boden aufprallt: mit dem Steiß, mit dem Rücken oder mit dem Hinterkopf.

Wie fatal dieser Scherz ist, beweisen reihenweise Berichte von Krankenhäusern aus den Vereinigten Staaten, aber auch aus Deutschland, die teils empfindliche Schädigungen von Kopf und Wirbelsäule melden. Der Berliner Neurochirurg Dr. Munther Sabarini warnt:

„Im schlimmsten Fall brechen sich die Teilnehmer das Genick, die Wirbelsäule, das Becken oder den Steiß. Bleiben Personen nach dem Sturz bewusstlos liegen, lässt dies meistens auf ein Schädel-Hirn-Trauma schließen, das bei besonders hartem Aufprall auch Gehirnblutungen oder Brüche des Schädelknochens nach sich ziehen kann.“

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Worauf Sabari ebenfalls hinweist: Nur weil das Opfer zunächst keine schwerwiegenden Symptome aufweist, heißt das nicht, dass die Gefahr gebannt ist:

„Bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule treten manche Symptome, wie Kribbeln, Taubheit oder Lähmungserscheinungen in den Extremitäten, auch erst nach einigen Tagen auf.“

Im schlimmsten Fall könnte es also sein, dass noch Tage später eine Querschnittslähmung auftritt, welche die Betroffenen für den Rest ihres Lebens an den Rollstuhl bindet.

Mittlerweile ist TikTok dabei, den Hashtag #skullbreakerchallenge mit Warnungen zu versehen und einschlägige Videos zu löschen. Zum Glück! Da solche Internet-Phänomene sich allerdings nicht von jetzt auf nachher aus der Welt schaffen lassen, ist es ebenso wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen über die Gefahren informiert werden.

Teile diesen Beitrag daher am besten auf Facebook, damit keine weiteren Unschuldigen zu Opfern eines absolut hirnlosen „Spaßes“ werden.

Quelle:

focus,

rnd

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