13 Lebensmittel, die Kinder nicht essen sollten

Jedes 7. Kind in Deutschland ist übergewichtig oder gar fettleibig. Das liegt hauptsächlich an einem Mangel an Bewegung sowie einer ungesunden Ernährungsweise. Doch diese ungesunde Lebensweise hat nicht nur Übergewicht zufolge, sondern auch andere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Damit dein Kind jedoch nicht bereits in jungen Jahren mit seiner Gesundheit zu kämpfen hat, ist es notwendig, darauf zu achten, welche Lebensmittel es in welchem Maße zu sich nimmt. Denn gerade für Kleinkinder verstecken sich hinter scheinbar gesunden Lebensmitteln nicht selten echte Krankmacher. Welche Lebensmittel du deinem Kind daher lieber nicht all zu häufig servieren solltest und was du ihm stattdessen geben kannst, erfährst du in diesem Artikel.

1.) Kaugummi

Kaugummis sind in vielerlei Hinsicht für Kinder ungeeignet. Sie enthalten jede Menge Zucker, der Karies verursacht und so die Zähne schädigt. Zuckerfreien Varianten wird wiederum Sorbitol zugesetzt, ein Zuckeraustauschstoff, der bei Kindern schweren Durchfall hervorrufen kann. Noch weitaus gefährlicher ist jedoch das Verschlucken eines solchen Kaugummis. Dabei herrscht zum einen erhöhte Erstickungsgefahr und zum anderen kann in seltenen Fällen – bei übermäßigem Verschlucken – eine Art Blockade im Verdauungssystem die Folge sein. Daher sollten Kinder grundsätzlich keine Kaugummis kauen.

Ohne Titel

2.) Mikrowellen-Popcorn

Wenn dein Kind wieder einmal seinen Lieblingsfilm zu Hause sehen will, darf Popcorn natürlich nicht fehlen. Dank des Mikrowellen-Popcorns gelingt die Zubereitung auch ruckzuck: Einfach den Beutel für einige Minuten in die Mikrowelle legen und schon ist der Kino-Snack verzehrfertig und griffbereit. Gesund ist das jedoch nicht. Denn die Verpackung enthält perfluorierte Chemikalien, die bei der Erwärmung freigesetzt werden. Diese sind nicht nur für die Entwicklung des Kindes schädlich, sondern stehen zudem im Verdacht, Krebs zu erregen. Daher sollte Popcorn lieber selbst zubereitet werden, indem Maiskerne gemeinsam mit einer kleinen Menge Olivenöl in einer Pfanne erhitzt werden. Die Zubereitung dauert in der Regel nicht länger als 5 Minuten, ist jedoch weitaus gesünder als die verarbeitete Mikrowellen-Variante.

microwave popcorn

3.) Chips

Kartoffelchips sind bekannterweise bei Kindern sehr beliebt und daher auf fast jedem Kindergeburtstag zu finden. Allerdings sind sie alles andere als gesund. Chips bestehen nämlich aus jeder Menge Salz und Fett. Salzhaltige Lebensmittel können für Kleinkinder jedoch durchaus gefährlich werden, da bereits geringe Mengen zu einer Überdosierung führen. Dabei reicht ein Teelöffel Salz aus, um Durchfall oder gar eine Salzvergiftung zu verursachen, die mit Erbrechen und Herzrasen einhergeht und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Daher ist es sinnvoll, stark salzhaltige Lebensmittel wie Chips ganz einfach selbst zu machen, um genau nachvollziehen zu können, wie viel Salz darin enthalten ist. Dafür müssen die Kartoffeln lediglich in Scheiben geschnitten, mit Olivenöl bestrichen und in den Ofen geschoben werden.

G2, birthday edition

4.) Gummibärchen

Auch Gummibärchen fehlen auf kaum einem Kindergeburtstag. Allerdings bestehen sie fast ausschließlich aus Zucker. Das schädigt nicht nur die Zähne, sondern soll Studien zufolge bei übermäßigem Konsum auch Hyperaktivität sowie aggressives Verhalten auslösen. Besser ist es daher, die zuckerhaltigen Gummibärchen durch frisches Obst oder Trockenfrüchte zu ersetzen. Diese enthalten neben natürlichem Fruchtzucker auch zahlreiche Vitamine und tragen so zur Gesundheit des Kindes bei.

Making a Gingerbread House

5.) Hotdogs

Der Verzehr von bereits 50 g verarbeitetem Fleisch pro Tag erhöht das Darmkrebsrisiko um ganze 18 %, wie die American Cancer Society nun publik machte. Daher sollten insbesondere Kinder auf verarbeitetes Fleisch wie etwa Hotdog-Würstchen oder Bärchenwurst verzichten. Alternativ kann stattdessen auf Fischprodukte zurückgegriffen werden, die mit den in ihnen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren einen beachtlichen Beitrag zur Gesundheit des Kindes leisten. Diese schützen nämlich nachweislich vor Entzündungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stärken das Immunsystem und unterstützen die Gehirnfunktion: also ideal, um die Entwicklung des Kindes voranzutreiben.

hot dog silliness

6.) Pizza

Pizza ist das klassische Lieblingsessen eines jeden Kindes. Dass sie jedoch nicht sehr nährstoffreich ist, ist keine Neuigkeit. Gerade Tiefkühlpizzen, aber auch Pizzen aus der Pizzeria, enthalten eine Menge Salz und Fett und haben zudem einen echten Suchtfaktor. Dieser Fastfood-Favorit muss jedoch nicht zwangsläufig ungesund sein. Wer die Pizzasoße sowie den -teig selbst herstellt und mit reichlich Gemüse belegt, tut seiner Gesundheit sogar etwas Gutes. Daher empfiehlt es sich, mit seinen Kindern in der Küche selbst eine gesunde Pizza zu zaubern. Die ist nicht nur superlecker, sondern es bereitet den Kleinen auch noch Spaß, sie gemeinsam zu backen.

Pizza Eater

7.) Eiscreme

Zucker, Sahne, Emulgatoren und Geschmacksverstärker. Das sind die Hauptzutaten einer jeden Eiscreme, die im Supermarkt zu finden ist. Dass diese Zutaten nicht gerade vor Nährwerten strotzen, sollte jedoch jedem bewusst sein. Allerdings sind die darin enthaltenen Emulgatoren weitaus gesundheitsschädlicher, als zunächst vermutet. Denn sie regen nicht nur den Appetit an und führen so zu Übergewicht, sondern verdünnen zudem die Schleimschicht des Dickdarms, welche die schützende Barriere zwischen Bakterien und Epithelzellen darstellt. Das kann gerade bei Kindern zu ernsthaften Darmentzündungen führen. Daher empfiehlt es sich, Eiscreme oder Sorbet ganz einfach selbst herzustellen. Dafür müssen lediglich Früchte mit Wasser oder Milch zusammengemixt und eingefroren werden.

Two ice creams and an ice tea

8.) Diät-Cola

Diät-Cola enthält keine Kalorien – also muss sie ja gesund sein, oder? Keineswegs! Denn Diät-Cola und andere Diät-Getränke enthalten Süßstoffe wie Aspartam, um den süßen Geschmack zu gewährleisten. Das ist allerdings keine geeignete Möglichkeit, den Zucker zu ersetzen – schon gar nicht für Kinder. Denn wie zahlreiche Studien zeigen, stört Aspartam die Appetitregulation im Körper und fördert so Übergewicht. Wenn dein Kind Lust auf ein süßes Getränk verspürt, kannst du ihm stattdessen einen frischen Fruchtsaft pressen oder einen Smoothie zubereiten.

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9.) Honig

Honig ist das gesunde Lebensmittel schlechthin. Das mag zwar stimmen – Honig ist aber für Kinder im ersten Lebensjahr absolut nicht geeignet. Im Gegenteil, für sie kann es sogar richtig gefährlich werden. Denn die im Honig enthaltenen Bakterien können bei ihnen Säuglingsbotulismus auslösen. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die das Immunsystem des Kindes beeinträchtigt und zu Muskelschwäche oder gar Atembeschwerden führen kann. Daher sollte lieber auf Nummer sicher gegangen und zunächst darauf verzichtet werden. Stattdessen kannst du eine Banane zerdrücken und dein Kind damit füttern. Diese besitzt nicht nur eine natürliche Süße, sondern kann zudem mit zahlreichen Nährstoffen wie den Vitaminen A, E und C sowie Kalium aufwarten.

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10.) Dosentomaten

Lebensmittel aus der Dose sind mehr als praktisch. Du musst einfach nur die Dose öffnen und schon sind sie bereit für die Zubereitung: kein Schälen, kein Schneiden. Allerdings beinhalten die Dosen ein giftiges Element, das leider heutzutage in vielen Verpackungsmaterialien vorkommt. Dabei handelt es sich um Bisphenol A (BPA), welches die Entwicklung des Kindes sowie das Fortpflanzungssystem negativ beeinflusst und zudem im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Besser ist es daher, Tomatensoße entweder im Glas zu kaufen oder sie selbst aus frischen Tomaten herzustellen.

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11.) Unverarbeitete Milch

Je unverarbeiteter das Lebensmittel, desto gesünder ist es. Das mag zwar auf den Großteil der Lebensmittel zutreffen, allerdings nicht auf Milch. Sie unbehandelt zu trinken, kann für Kinder mitunter sehr gefährlich werden. Denn rohe Milch enthält nicht selten zahlreiche Bakterien, Viren sowie Parasiten, die erst durch das Pasteurisieren, also eine kurzzeitige Erwärmung, abgetötet werden. Daher sollten Kinder, deren Immunsystem ohnehin noch nicht vollständig ausgebildet ist, stets pasteurisierte Milch aus dem Supermarkt trinken, um ernsthafte Bakterieninfektionen zu vermeiden.

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12.) Schimmelkäse

Käse ist nicht nur lecker, sondern auch reich an Proteinen, Kalzium und Vitamin B2. Allerdings eignen sich nicht alle Käsesorten auch für Kinder. Schimmelkäse ist eine davon. Dieser wird nämlich aus unpasteurisierter Milch hergestellt und birgt so für Kinder, wie weiter oben bereits erklärt, ein gewisses Risiko, an Bakterieninfektionen zu erkranken. Daher sollte eher auf leichte Sorten aus pasteurisierter Milch zurückgegriffen werden. Dazu gehören etwa Hütten- oder Frischkäse, die bereits ab einem Alter von 6 Monaten bedenkenlos verzehrt werden können.

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13.) Kinderjoghurt

Eine gesunde Ergänzung in der Ernährung eines Kindes ist Joghurt allemal. Allerdings gilt dies nicht für speziell für Kinder konzipierte Kinderjoghurts. Die künstlichen Farbstoffe sowie die Unmengen an Zucker sind alles andere als gesund und demnach keine Bereicherung für die Entwicklung eines Kindes. Zudem können Lebensmittelfarbstoffe starke allergische Reaktionen hervorrufen. Um deinem Kind jedoch trotzdem ein Geschmackserlebnis mit kunterbunten Farben bieten zu können, kannst du ganz einfach Naturjoghurt mit Beeren vermischen. Diese verleihen dem Joghurt nicht nur eine gewisse Süße, sondern färben ihn zudem natürlich ein.

Yoghurt

Natürlich wird dein Kind nicht gleich übergewichtig, wenn es mal eines dieser Lebensmittel konsumiert. Wie bei allem in der Ernährung gilt: in Maßen, nicht in Massen. Da eine gesunde Ernährung jedoch bereits im Kindesalter beginnt, ist es wichtig, schon in jungen Jahren darauf zu achten, wie viel Salz, Zucker und Fett aufgenommen werden. Denn nur so kann gewährleistet werden, dass das Kind ein gesundes Gewicht beibehält und möglich lange fit und gesund bleibt.

Übrigens: Falls dein Kind am Abend schlecht einschlafen kann, erfährst du hier, welche 8 Lebensmittel ihm dabei helfen können, so richtig müde zu werden.

Quelle:

brightside

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