5 Textilien, die giftig sein können

Warme Pullis, hübsche Kleider oder unsere liebste Sporthose — mittlerweile bestehen die meisten Kleidungsstücke aus synthetischen Fasern. Diese sind zum einen günstiger, zum anderen leichter zu pflegen als Stoffe aus Naturmaterialien. Es gibt aber auch einige Nachteile, die mit dem Kauf und Tragen synthetischer Textilien einhergehen.

Nicht selten reizen die chemisch hergestellten und behandelten Kleidungsstücke die Haut, führen zu starkem Schweiß(geruch) und können im Extremfall sogar zu Erbrechen führen. Was die chemischen Stoffe in Polyester, Elastan & Co. für Auswirkung auf unsere Gesundheit haben, klärt der folgende Artikel. Keine Sorge, es gibt neben den synthetischen Fasern auch Alternativen, die dem Körper nicht schaden.

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1.) Nylon

Strumpfhosen, Socken und auch Unterwäsche bestehen in vielen Fällen aus Nylon. Das Material ist belastbar und günstig in der Produktion, weshalb es sehr oft von Kleidungsherstellern eingesetzt wird. Für die Gesundheit der Haut ist Nylon jedoch alles anderes als optimal. Das Material kann Schweiß nicht absorbieren, sodass die Haut feucht bleibt und neben unangenehmen Gerüchen bei empfindlicher Haut Ausschlag entstehen kann. Außerdem werden bei der Produktion eingesetzte Bleich- und Färbemittel – anders als etwa bei Baumwolle – nicht so leicht herausgewaschen, wodurch Rückstände der Chemikalien in die Hautbarriere eindringen können.

Alternative: Beim nächsten Strumpfhosenkauf solltest du darauf achten, dass das Produkt zum Großteil oder komplett aus natürlichen Materialien besteht, die den Schweiß besser absorbieren und die Haut zugleich vor Sonne und Kälte schützen. Selbst Feinstrumpfhosen gibt es heutzutage aus hautfreundlicher Baumwolle.

Backseam Fishnet Tights

2.) Polyester

Polyester erfreut sich unter den Textilherstellern mittlerweile großer Beliebtheit. Zwar kann Polyester auch in der Natur vorkommen, das Material wird heute in der Regel jedoch synthetisch hergestellt. Dies hat oftmals zur Folge, dass man schneller in der Kleidung schwitzt und die Hitze, welche dabei entsteht, ungesunde Chemikalien freisetzt. Diese können Juckreiz, Rötungen oder sogar Ekzeme zur Folge haben.

Alternative: Für eine gesündere Alternative zu Polyester muss man etwas mehr Geld investieren. Es lohnt sich jedoch in mehrfacher Hinsicht, auf Stoffe aus Seide umzusteigen. Denn Seide ist nicht nur hautfreundlicher, ihr wird unter anderem auch eine entzündungshemmende und anti-fungale Wirkung zugesprochen.

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3.) Acrylfaser

Acrylfaser besteht aus der chemischen Substanz Acrylnitril und wird vor allem Pullovern aus Wolle beigemischt, um sie geschmeidiger zu machen und um Wollfasern zu sparen. Wenn diese Materialien mit der Haut in Kontakt kommen, läuft man jedoch Gefahr, Acrylnitrit über die Haut in seinen Körper aufzunehmen. Neben Kopfschmerzen und Atemproblemen kann es bei einigen Menschen auch zu Gliederschmerzen kommen.

Alternative: Schaf- oder Kaschmirwolle sind zwei natürliche Materialien, die luftdurchlässig und dennoch wärmend sind. Der einzige Nachteil ist, dass man die Kleidung meistens mit der Hand waschen oder spezielles Waschmittel verwenden muss.

Headache and tired

4.) Elastan (bzw. Spandex oder Lycra)

Auch besonders dehnbare Stoffe wie Elastan, die für Sportkleidung oder Unterwäsche genutzt werden, sind schlecht für die Gesundheit. Bei der Herstellung dieser synthetischen Fasern wird unter anderem der chemische Kunststoff Polyurethan verwendet, welcher auch als Baustoff oder bei der Produktion von Matratzen verwendet wird. Er steht unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Abgesehen davon werden empfindliche Menschen nicht selten von Ausschlag oder Juckflechten geplagt, wenn sie Kleidung aus Elastan tragen.

Alternative: Mittlerweile gibt es Bekleidungshersteller, die auf dehnbare Synthetikstoffe verzichten. Ihre Produkte bestehen aus Naturfasern wie zum Beispiel Bambus. Diese sind luftdurchlässig und absorbieren Feuchtigkeit, sind ansonsten in ihren Eigenschaften aber ähnlich wie Synthetikfasern.

 
 
 
 
 
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5.) Viskose

Viskose wird zwar aus dem pflanzlichen Stoff Zellulose hergestellt, jedoch chemisch behandelt und somit nicht immer unbedenklich. Denn während des Tragens kann Viskose giftige Substanzen freigeben und dadurch gesundheitliche Beschwerden auslösen. Von Abgeschlagenheit über Muskelschmerzen bis hin zu Erbrechen kann Viskose bei manchen Menschen massive Reaktionen auslösen.

Alternative: Leinenstoff ist sehr angenehm auf der Haut und lässt sie atmen. So wie andere natürliche Textilien auch wird Leinenstoff gut von Allergikern vertragen. Einziges Manko: Auch hier ist ein wenig Feingefühl beim Waschen gefragt, um die Fasern nicht zu zerstören.

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Neben den gesundheitlichen Gefahren, die von den chemischen Textilfasern ausgehen, belastet deren Herstellung massive die Umwelt. Noch ein Grund mehr, sich nach Alternativen umzuschauen.

Welche Dinge in deinem Umfeld ebenfalls eine Gesundheitsgefahr darstellen können, findest du in diesem Artikel.

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