Das verrät die Ordnung in der Wohnung über deine Psyche.

Beim Anblick einer unordentlichen Wohnung ist unser erster Gedanke häufig, dass die Person wohl einfach noch keine Zeit zum Aufräumen hatte – oder schlicht faul ist. Und oftmals ist es auch genau das und nicht mehr. Manche Menschen haben einfach keinen Sinn für Ordnung und ihnen sind andere Dinge im Leben viel wichtiger als ein aufgeräumtes Zuhause.

Nichtsdestotrotz hat deine Persönlichkeit einen großen Einfluss darauf, ob du z.B. Putzen magst oder nicht. So kannst du sofort mehr über eine Person erfahren, wenn du einen Blick in ihre Wohnung wirfst und dir genau anschaust, wie sie aufräumt, ihre Kleidung aufbewahrt oder mit den Möbeln in ihrer Wohnung umgeht. Dennoch bedeutet eine dreckige oder unordentliche Wohnung natürlich nicht sofort, dass jemand psychische Probleme hat! Aber sie kann bei einigen Menschen darauf hindeuten, dass womöglich etwas mit ihnen nicht stimmt.

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Diese 8 Anhaltspunkte in Bezug auf alltägliche Gewohnheiten können auf psychologische Probleme bei Menschen hindeuten:

1.) Essensreste in der Küche 

Die Küche sollte einer der saubersten Räume in der Wohnung sein, denn in ihr essen wir und bereiten unsere Speisen zu. Fettflecke, Essensreste und Kaffee- und Teeränder in Tassen lassen diesen Ort alles andere als rein aussehen und könnten auch noch gesundheitsschädigend sein. Selbst äußerst faule Menschen und Putzmuffel versuchen zumindest, die Küche sauber zu halten, weil sie sich genau dieser Gesundheitsgefahren bewusst sind.
Doch es gibt auch Menschen, denen Dreck in der Küche überhaupt nichts ausmacht. Dabei handelt es sich nicht um reine Faulheit, sondern es kann ein Zeichen für eine Depression sein. Studien haben herausgefunden, dass Depression häufig dadurch angezeigt wird, dass die betroffene Person sich nicht mehr dazu aufraffen kann, ihre Wohnung zu putzen. Sie hält es für nicht wichtig oder, besser gesagt, hält sich selbst nicht mehr für wichtig genug, in einem sauberen Umfeld zu leben. Dabei würde regelmäßiges Putzen und Ausmisten aber helfen, ihre Laune zu verbessern und die Symptome einer Depression zu bekämpfen. 

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2.) Ein unaufgeräumter Schreibtisch

Der Arbeitsplatz ist in einer Wohnung oft der interessanteste Teil und sagt am meisten über die Person aus. Manche Menschen sortieren alles in Ordnern auf Regalen, bei anderen ist alles etwas durcheinander. Akten, Schriften, Stifte, der Laptop – alles liegt wahllos herum und ist mit Staub bedeckt. Wenn ein Schreibtisch so aussieht, kann das auf ein hohes Selbstwertgefühl und Unreife hindeuten. Ein unordentlicher Schreibtisch bedeutet allerdings nicht, dass an ihm nicht mehr gearbeitet wird und der Besitzer nichts in dem Chaos findet. Oftmals deutet er sogar auf eine sehr kreative und einfallsreiche Person hin. Denn wer neben dem Arbeiten am Computer noch andere Dinge zu erledigen hat, wie z.B. etwas malen oder handschriftlich verfassen, hat selten einen sehr aufgeräumten Schreibtisch.

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3.) Chaos in Schränken, Schubladen und Boxen

Auf den ersten Blick sieht die Wohnung tadellos aus. Der Boden ist sauber, die Bücher im Regal sind sortiert und die Wände passen farblich zum Rest der Wohnung. Alles scheint absolut perfekt zu sein. Doch sobald du einen Blick in die Schränke und Schubladen wirfst, findest du zerbrochene Scheren oder Stifte, alte Kreditkarten oder zerknitterte Kleidungsstücke.
Menschen, deren Wohnung so aussieht, haben oft eine dramatische Persönlichkeit. Ihnen ist wichtig, wie etwas aussieht, und sie wollen anderen gegenüber immer ihre beste Seite zeigen, um sie zu beeindrucken. Dabei ist es für sie leichter, einfach alles in Boxen oder Schubladen zu verstauen, als es zu entsorgen oder überhaupt zu sortieren. Häufig ist es ihnen auch wichtiger, dass ihre Wohnung gut aussieht, als dass sie sauber ist.

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4.) Ein dreckiges Badezimmer 

Ein einziger Blick ins Badezimmer verrät uns, wie der Besitzer der Wohnung mit seinem Körper und somit auch seiner Psyche umgeht. Ein sauberes Bad ist ein Indikator dafür, dass es häufig benutzt wird. Ein heißes Bad oder eine kalte Dusche, aber auch die Gerüche von Duschbädern und Badezusätzen haben einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. 
Lotionen, Duschbäder, eine qualitativ hochwertige Zahnpasta oder Gesichtscremes sind ein wichtiger Anhaltspunkt dafür, dass die Person auf sich achtet. Wenn diese Dinge fehlen und sich womöglich nur ein Rasierer und ein Stück Seife im Bad befinden, deutet es allerdings nicht gleich auf eine Depression hin. Aber es zeigt unter Umständen, dass der Bewohner vielleicht unter Stress steht und es ihm ziemlich egal ist, wie er aussieht. 

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5.) Volle Mülleimer, Wäschekörbe oder Spülbecken

Nur wenige Menschen können wirklich von sich behaupten, dass sie es lieben, zu putzen. Doch es gibt einige, die es so sehr verabscheuen, dass es schon unheimlich wird. Sie sammeln über den Winter all ihren Müll auf dem Balkon oder stapeln ihr dreckiges Geschirr so lange in der Spüle, bis sie keinen einzigen sauberen Teller mehr übrig haben.
Diese Angewohnheit nennt sich Prokrastination und zeigt sich oftmals bei alltäglichen Aufgaben. Personen, die darunter leiden, haben entweder keine Zeit oder sind zu faul und verschieben alles auf den nächsten Tag. Sie haben einfach immer eine Ausrede parat, auch wenn es viel einfacher wäre, jeden Tag ein klein wenig zu tun, als dann alles auf einmal erledigen zu müssen.
Wenn du diese Verhaltensweise an dir selbst bemerkst, solltest du mit kleinen Dingen anfangen, um dein Verhalten auf Dauer zu ändern. Wasche dein Geschirr z.B. gleich nach dem Essen ab oder bringe deinen Müll täglich raus. Schon die kleinsten Dinge helfen dir dabei, eine Routine zu entwickeln und nicht mehr alles aufzuschieben. Das wird dir auch in anderen Bereichen deines Lebens helfen, wie etwa im Job oder bei deinen Beziehungen zu anderen Menschen.

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6.) Eine scheinbar unbewohnte Wohnung

Die Wohnung einiger Menschen sieht als, würden sie nur zum Schlafen vorbeikommen. Auch wenn sie sauber ist, fehlen Möbel, Geschirr oder andere notwendige Dinge wie Herd oder Kühlschrank. Solche Wohnungen sind besonders bei jungen Menschen oder Studenten beliebt, die erstens nicht viel kochen und zweitens sowieso selten zu Hause sind. Je älter ein Mensch allerdings wird, desto bequemer möchte er es haben. Sollte die Wohnung unbewohnt aussehen, obwohl die Person häufig zu Hause ist, kann das auf psychische Probleme hindeuten. Eines davon ist Unreife. Der Erwachsene wartet immer noch darauf, dass ein anderer Mensch, wie z.B. ein Partner, kommt und die Wohnung gemütlich für ihn einrichtet. 

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7.) Fehlende Renovierungsarbeiten

Manche Menschen leben jahre- oder sogar jahrzehntelang in einer Wohnung mit einem tropfenden Wasserhahn, einer altmodischen Tapete oder bewahren alles in Boxen auf, um z.B. bloß kein Geld für neue Schränke auszugeben. Sie sehen ihre Wohnung als Übergangslösung an, so als würden sie bald in eine andere Stadt ziehen oder für einen Job ins Ausland gehen. Sie warten darauf, dass sich ihr Leben irgendwie ändert.
Aus psychologischer Sicht kann das bedeuten, dass diese Menschen geneigt sind, auf eine bessere Zukunft zu warten, und die Gegenwart eher als eine momentane Unbequemlichkeit ansehen, die sie einfach tolerieren müssen. Sie haben oft auch keinen konkreten Plan für ihr Leben und hoffen darauf, dass jemand von außerhalb ihnen helfen und ihr Leben verändern wird.

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8.) Zu viel Krempel

Einigen Menschen fällt es unheimlich schwer, sich von Dingen zu trennen. Du kennst bestimmt auch jemanden, dessen Wohnung mit Gegenständen vollgestopft ist, die er eigentlich überhaupt nicht braucht.
Im besten Fall ist dies ein Ausdruck für eine sehr konservative Persönlichkeit, weil sie nicht wollen, dass sich etwas verändert, und sie sich so hinter ihren ganzen Dingen verstecken können. Im schlimmsten Fall handelt es sich um eine Person, die ständig neue Sachen mit nach Hause bringt. Das ist ein Zeichen für ein zwanghaftes Horten, auch als Messie-Syndrom bekannt. Menschen mit dieser Krankheit können einfach nicht aufhören, Dinge bei sich aufzubewahren. 

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Doch auch Menschen, deren Wohnung zu sauber ist, können psychische Probleme haben. Nämlich dann, wenn sie der Reinlichkeit zu viel Aufmerksamkeit schenken oder auch nicht gern Gäste empfangen, die ihre perfekte Ordnung und Sauberkeit gefährden könnten. Dies kann auf Perfektionismus oder auch eine Angststörung hinweisen. In einem solchen Fall hilft das Putzen der Person dann, sich von unschönen Gedanken abzulenken

Unzählige Studien haben bereits bewiesen, dass regelmäßiges Putzen – von letztgenanntem Fall einmal abgesehen – dabei helfen kann, uns besser zu konzentrieren und uns verantwortungsbewusster, glücklicher und selbstsicherer macht. Deshalb solltest du noch heute mit dem Putzen anfangen.

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