10 Gründe, weshalb du weniger putzen solltest

Die meisten Menschen verziehen beim Thema Putzen wahrscheinlich genervt das Gesicht. Es ist eben eine lästige Haushaltspflicht. Doch es gibt auch diejenigen, die täglich und durchaus gerne den Putzlappen schwingen – ob nun aufgrund des persönlichen Hygienegefühls, weil es ihr Job ist oder aus Angst vor den kritischen Blicken der Gäste.

Aber mit dem Putzen kann man es durchaus auch übertreiben. Im schlimmsten Fall macht man sich sogar anfälliger für Krankheiten, da das Immunsystem durch aggressive Reinigungsmittel und deren Inhaltsstoffe geschwächt wird.

Diese 10 Gründe zeigen dir, dass weniger manchmal mehr ist, und warum du guten Gewissens weniger putzen solltest:

1.) Handtücher bügeln

Begeisterte Ordnungs-Fanatiker neigen oft dazu, ihre Handtücher und Geschirrtücher zu bügeln, damit sie sowohl falten- als auch keimfrei sind. Diese Schufterei kannst du in Zukunft aber getrost von deiner Liste streichen. Um Keime in Handtüchern abzutöten, reicht es vollkommen, sie bei hohen Temperaturen zu waschen. Aber achte darauf, dabei auf Weichspüler zu verzichten, denn Handtücher tendieren dazu, Nässe nicht mehr so gut zu absorbieren, wenn sie damit gewaschen wurden. 

Flickr/Robert

2.) Babykleidung bügeln

Es gibt immer noch viele Debatten darüber, ob Babykleidung gebügelt werden sollte. Junge Mütter sind dabei die Hauptunterstützer, aber auch -gegner dieser Diskussion. Beide Seiten habe ihre Argumente. Das Dampfbügeln tötet einerseits Bakterien ab, andererseits brauchen Babys aber auch keine übertriebene Sterilität. In den ersten Monaten ist die Vorsicht vielleicht noch vertretbar, aber bei älteren Kindern ist gebügelte Babywäsche nicht notwendig. Zudem verbraucht Bügeln sehr viel Energie und sollte der Umwelt zuliebe nicht zu oft getan werden.

3.) Keimherde

Viele Menschen denken, die Toilette sei der dreckigste Ort in der Wohnung. Doch das stimmt nicht so ganz. In der Regel reicht es in einem durchschnittlichen Familienhaushalt aus, die Toilette einmal in der Woche mit einem Reinigungsmittel zu säubern. Du solltest lieber mehr Zeit darauf verwenden, Klinken und Schrankgriffe abzuwischen, denn auf ihnen befinden sich 44-mal mehr Darmmikroben als in der Toilette. 

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4.) Aufgaben teilen

Wenn du mit einem Partner oder Mitbewohner zusammenlebst, solltet ihr euch die Hausarbeit auf jeden Fall teilen. Umfragen zeigen, dass Männer immer noch deutlich weniger putzen als Frauen – selbst wenn beide berufstätig sind. Das Teilen der Hausarbeit kann sogar einen positiven Effekt auf das Zusammenleben haben. Denn so bleibt nicht nur mehr gemeinsame Zeit, weil die Hausarbeit schneller erledigt ist, auch die Frustration sinkt, wenn nicht immer einer alles allein machen muss.

5.) Stress vermeiden

Beruf und Haushalt unter einen Hut zu bringen, ist manchmal ganz schön anstrengend. Wer hier in jedem Bereich Perfektion anstrebt, leidet nicht selten unter Stress und hohem Blutdruck. Etwas weniger zu putzen, kann da schon helfen, den Stress zu minimieren und seine Gesundheit zu schonen.

6.) Falsche Haltung

Wer hat nicht schon mal auf allen Vieren den Fußboden geschrubbt? Doch diese Angewohnheit solltest du so gut es geht vermeiden. Denn sie schadet deinen Knien ungemein. Die Überbelastung kann eine Schleimbeutelentzündung im Knie hervorrufen und wurde früher nicht ohne Grund als „Putzfrauenknie“ bezeichnet.

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7.) Augenprobleme 

Menschen, die Augenprobleme haben, sollten ebenfalls darüber nachdenken, nicht mehr auf allen Vieren den Fußboden zu reinigen. Ärzte empfehlen Kurzsichtigen, keine Arbeiten auszuführen, bei denen sie sich über längere Zeit vornüberbeugen müssen. Dies kann nämlich im schlimmsten Fall zu einer Netzhautablösung führen.

8.) Allergierisiko

Tägliches Putzen der Wohnung verschwendet nicht nur viel Energie, sondern kann auch der Gesundheit schaden. Insbesondere der von Kindern. Durch exzessive Hygiene und chemische Haushaltsreiniger steigt nämlich das Allergierisiko. Auch häufiges Abwaschen per Hand kann die Haut reizen und zu Ekzemen führen.

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9.) Blutdruck

Unbequeme Putzhaltungen sind ein Risikofaktor für all diejenigen, die Probleme mit ihrem Blutdruck haben. Besonders Tätigkeiten, bei denen das Blut in den Kopf saust, schaden dem Körper und sollten vermieden werden. 

10.) Chemische Reinigungsmittel

Norwegische Forscher haben herausgefunden, dass häufiges Putzen genauso gesundheitsschädigend ist wie Kettenrauchen. Die Studie zeigt, dass die Lungen von Menschen, die 20 Jahre lang regelmäßig chemische Reinigungsmittel benutzt haben, eine ebenso reduzierte Funktion besitzen, wie die von Rauchern, die im gleichen Zeitraum täglich 20 Zigaretten qualmten. Die Studie zeigt auch, dass das Risiko, an Asthma zu erkranken, bei Viel-Putzern 40 Prozent höher liegt als bei anderen. Die Forscher sind sich einig, dass Sprühreiniger das Hauptproblem sind, denn die winzig kleinen Partikel schweben auch noch Stunden nach dem Reinigen in der Raumluft und können eingeatmet werden. 

Du brauchst dich nicht schlecht fühlen, wenn du den Putzlappen ab und zu im Schrank liegen lässt. Denn dass Keime dort sind, wo Dreck ist, stimmt zwar – allerdings sind 99,9 % dieser Keine harmlos. Eine gründliche Reinigung einmal pro Woche reicht vollkommen aus. Ausnahmen sind Oberflächen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen oder mit wirklich viel Schmutz bedeckt sind. Diese Stellen solltest du sofort säubern. Ansonsten reicht es, so zu putzen, dass alles optisch sauber ist.

Verzichte dabei weitestgehend auf chemische Reinigungsmittel, um Allergien und anderen Beschwerden vorzubeugen. Omas Hausmittel wie Soda, Backpulver, Natron, Gallseife oder Zitronensäure wirken oftmals ebenso gut.

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